Ein Kräutertee mit einer ganz eigenen Zutatenwelt: Wurzeln, Gewürze und ein Hauch Wacholder.
Kräutertee Frauentee unterscheidet sich deutlich von den meisten anderen Kräutertees im Sortiment. Während klassische Kräutermischungen von Blättern und Blüten dominiert werden, setzt dieser Tee auf zwei andere Kategorien: tiefe, erdige Wurzelnoten (Angelika, Löwenzahn, Süßholz) und warme, würzige Gewürze (Zimt, Kardamom, Ingwer, Nelken, Wacholder, Pfeffer). Das Ergebnis ist eine würzig-erdige Komposition mit klarem Klostergarten-Charakter.
Zur Namensfrage: Frauentee
Der Name „Frauentee“ ist als kategoriale, geschmackliche Zielgruppen-Bezeichnung zu verstehen – nicht als Aussage über eine spezielle Wirkung auf die Frauengesundheit. Ähnlich wie „Familientee“ beschreibt er eine geschmackliche Kategorie. Wer die Kombination aus Wurzelnoten und Chai-Gewürzen mag, ist bei diesem Tee richtig – unabhängig vom Geschlecht.
Angelikawurzel: Die „Erzengelwurz“ mit Legenden-Geschichte
Die vielleicht spannendste Zutat ist die Angelikawurzel (Angelica archangelica), auch „Engelwurz“ oder „Erzengelwurz“ genannt. Der botanische Name „archangelica“ (Erzengel) und der deutsche Name Engelwurz gehen auf eine mittelalterliche Legende zurück: Der Erzengel Raphael (in anderen Versionen Michael oder Gabriel) soll in Zeiten der Pest einem frommen Mönch die Pflanze im Traum gezeigt haben, mit dem Auftrag, sie den Menschen zu bringen. So wurde die Pflanze in mittelalterlichen Klostergärten zu einer der geschätztesten Kräuterzutaten.
Botanisch spannend: Die Angelikawurzel gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) – wie auch der Fenchel in diesem Tee. Die charakteristische süß-würzige Note der Wurzel prägt den Geschmack der Mischung deutlich. Ursprünglich ist die Pflanze in Skandinavien und im nördlichen Europa heimisch – die Wikinger und die skandinavischen Klöster waren die ersten, die sie kultivierten.
Wacholder: Klosterpflanze mit Gin- und Wildbraten-Tradition
Die Wacholderbeeren (Juniperus communis) sind der zweite kulturhistorische Schatz in dieser Mischung. Wacholder war eine klassische Klostergarten-Pflanze und ist bis heute in der europäischen Kulinarik verankert: Gin verdankt seinen charakteristischen Geschmack vor allem den Wacholderbeeren, und klassische Wildgerichte (Reh, Wildschwein, Hasenbraten) werden traditionell mit Wacholder gewürzt. Im Tee bringt Wacholder eine würzig-harzige, leicht bittere Note mit, die dem Wurzel-Gewürz-Ensemble Tiefe verleiht.
Die Chai-Gewürze
Ergänzt werden die Wurzeln und der Wacholder durch klassische Chai-Gewürze, die eine wärmende Basis bilden: Zimtstücke, Kardamom, Ingwer, Nelken und Pfeffer. Diese Gewürz-Kombination ist auch die Basis von unserem Bio Kräutertee Yogatee und – mit Schwarztee-Basis – von Bio Black Chai. Der Frauentee unterscheidet sich von beiden durch die zusätzliche Wurzelbasis (Angelika, Löwenzahn, Süßholz) und den Wacholder.
Was drin ist
- Orangenschalen – die zitrische Wärme
- Zimtstücke – die klassische Chai-Süße
- Fenchel – der Doldenblütler-Klassiker
- Süßholzwurzeln – die natürliche milde Süße (Warnhinweis siehe unten)
- Ganzer Kardamom – die exotische Frische
- Ingwerstücke – die süß-scharfe Note
- Wacholderbeeren – die würzig-harzige Note aus der Klosterpflanzen-Tradition
- Angelikawurzeln – die legendäre „Erzengelwurz“ mit süß-würziger Note
- Löwenzahnwurzeln – die leicht bittere Wurzelnote
- Nelken – die warme, intensiv-würzige Note
- Pfefferkörner – die pikante Schärfe im Finish
Geschmack & Charakter
- Aroma: Würzig-warm mit erdig-süßen Wurzelnoten, zitrischer Orange und Chai-Gewürz-Basis
- Tassenfarbe: Warmes Goldbraun
- Geschmacksprofil: Komplex-würzig, mit süß-erdigen Wurzelnoten von Angelika und Süßholz, wärmenden Chai-Gewürzen und leicht harzig-bitterer Wacholder-Note
- Charakter: Koffeinfrei, würzig-warm, klarer Winter- und Übergangszeit-Fokus
Für wen sich der Tee eignet
- Wurzel-und-Gewürz-Fans, die den erdig-würzigen Charakter schätzen
- Chai-Fans, die eine Variante mit Wurzelbasis suchen
- Klostergarten-Interessierte, die die kulturhistorische Story schätzen
- Wintertrinker, die einen wärmenden Nachmittags-Tee suchen
Wichtige Hinweise vor dem Trinken
- Enthält Süßholz – bei hohem Blutdruck sollte ein übermäßiger Verzehr dieses Erzeugnisses vermieden werden
- Nicht für Säuglinge und Kleinkinder – wegen der intensiven Gewürze und Süßholz
Für weitere Chai- oder Gewürztee-Charaktere:
- Klassischer Chai mit Schwarztee: Bio Black Chai – koffeinhaltig, mit Süßholz
- Koffeinfreier Ayurveda-Chai: Bio Kräutertee Yogatee – ohne Wurzelbasis, ohne Süßholz
- Rooibos-Chai: Red Chai Rooibos – mit Rooibos-Basis, koffeinfrei
- Weitere Süßholz-Tees: Bio Ingwer Aronia, Bio Hygge Berry, Kräutertee Entspannungstee – alle mit gleichem Süßholz-Warnhinweis
Mein Tipp: Der wärmende Nachmittags-Tee
Frauentee funktioniert besonders schön als wärmender Nachmittagstee an kühlen Tagen. Ein gehäufter Teelöffel auf eine große Tasse kochendes Wasser, ausgiebig ziehen lassen (mindestens die volle empfohlene Ziehzeit). Die Wurzeln und Gewürze brauchen Zeit, um ihre Aromen freizusetzen.
Mit Honig als besonderer Twist: Nach dem Aufguss und leichtem Abkühlen einen kleinen Löffel Waldhonig einrühren – die Honignoten verbinden sich wunderschön mit den Chai-Gewürzen und der Angelika-Wurzelnote.
Du willst weitere würzige oder Wurzel-Tees entdecken? Hier findest du unser Sortiment an Kräutertees oder die Bestandteil-Seite Fenchel.
Zutaten: Orangenschalen, Zimtstücke, Fenchel, Süßholzwurzeln, ganzer Kardamom, Ingwerstücke, Wacholderbeeren, Angelikawurzeln, Löwenzahnwurzeln, Nelken, Pfefferkörner.
Inhalt: 100g
Häufige Fragen zum Kräutertee Frauentee
Was ist Angelikawurzel und woher hat sie ihren Namen? Die Angelikawurzel (Angelica archangelica) – auch „Engelwurz“ oder „Erzengelwurz“ genannt – gehört zur Familie der Doldenblütler (wie Fenchel). Der lateinische Name „archangelica“ und der deutsche Name Engelwurz gehen auf eine mittelalterliche Legende zurück: Der Erzengel Raphael soll in Zeiten der Pest einem frommen Mönch die Pflanze im Traum gezeigt haben. So wurde sie eine der geschätzten Kräuterzutaten in mittelalterlichen Klostergärten. Botanisch heimisch in Skandinavien und Nordeuropa – die Wikinger und skandinavischen Klöster waren die ersten Kultivator:innen.
Warum ist Wacholder in einem Kräutertee? Weil Wacholder eine klassische Klosterpflanze der mitteleuropäischen Küche und Kräuterkultur ist. Bekannt ist Wacholder vor allem aus zwei Zusammenhängen: Gin verdankt seinen charakteristischen Geschmack den Wacholderbeeren, und klassische Wildgerichte (Reh, Wildschwein, Hasenbraten) werden traditionell mit Wacholder gewürzt. Im Tee bringt Wacholder eine würzig-harzige, leicht bittere Note mit, die dem Wurzel-Gewürz-Ensemble Tiefe verleiht.
Enthält der Tee Süßholz? Ja. Süßholzwurzeln bringen die natürliche milde Süße im Tee. Wichtiger Warnhinweis: „Enthält Süßholz – bei hohem Blutdruck sollte ein übermäßiger Verzehr dieses Erzeugnisses vermieden werden.“ Wer regelmäßig Süßholz-haltige Tees trinkt und Bluthochdruck hat, sollte das mit dem Hausarzt besprechen.
Ist der Tee wirklich nur für Frauen? Nein. Der Name „Frauentee“ ist als kategoriale, geschmackliche Zielgruppen-Bezeichnung zu verstehen – nicht als Wirkungsversprechen. Wer die Kombination aus Wurzelnoten und Chai-Gewürzen mag, ist bei diesem Tee richtig – unabhängig vom Geschlecht.
Wie unterscheidet sich der Tee vom Bio Yogatee? Beide sind koffeinfreie Chai-Varianten, aber mit unterschiedlichem Charakter:
- Bio Kräutertee Yogatee = klassische Chai-Gewürze (Zimt, Ingwer, Kardamom, Nelken, Pfeffer, Fenchel) + Moringa. Fokus auf Gewürze, ohne Wurzelbasis, ohne Süßholz.
- Kräutertee Frauentee = Chai-Gewürze + Wurzelbasis (Angelika, Löwenzahn, Süßholz) + Wacholder. Fokus auf würzig-erdigen Klostergarten-Charakter mit Süßholz-Warnhinweis.
Wer den klassischen Chai-Charakter sucht → Yogatee. Wer die erdigere Wurzelnote und den Klostergarten-Charakter mag → Frauentee.