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Ceylon Pettiagalla OP – klassischer Vollblatt-Schwarztee der Camellia sinensis var. assamica aus dem Pettiagalla-Estate im Balangoda-Distrikt (Dimbula-Anbaugebiet, Central Highlands Sri Lankas, 1100-1600 m Höhenlage), Orange-Pekoe-Vollblatt-Grade mit charakteristisch dunklen, langen und drahtig gerollten Blättern – der klassische Nachmittagstee-Ceylon mit kupferroter Tassenfarbe

Ceylon Pettiagalla OP

Ceylon Pettiagalla OP – der klassische Dimbula-Vollblatt-Ceylon aus der Central-Highlands-Region Sri Lankas (bis 1972 Ceylon). Vom Pettiagalla-Estate im Balangoda-Distrikt – einer der ältesten menschlichen Kulturregionen Südasiens. Elegant-kräftig mit kupferroter Tassenfarbe, würzig-malziger Note und Zitrus-Untertönen. Orange-Pekoe-Vollblatt-Grade mit charakteristisch drahtigen langen Blättern. Perfekt pur oder mit einem Schuss Sahne.

5,50 25,30 

5,50 25,30  / kg

Zubereitungsart

Einen TL Tee in ein Teesieb geben.
Mit kochendem Wasser (100 °C) aufgießen.
3–5 Minuten ziehen lassen, dann servieren

Sri Lanka, früher bekannt als Ceylon, ist ein bedeutender Produzent von Schwarztee. Die Teeanbaugebiete liegen in verschiedenen Höhenlagen, was zu einer großen Vielfalt an Geschmacksprofilen führt. Hochgelegene Teegärten, wie Nuwara Eliya, produzieren Tees mit leichtem, blumigem Aroma, während niedrigere Lagen kräftigere, vollmundige Tees hervorbringen. Ceylon-Tee ist bekannt für seine brillante Farbe und seinen frischen, zitrusartigen Geschmack.

Wofür steht OP?
Orange Pekoe (OP): Ein erstklassiger Schwarztee, der aus jungen, ganzen Blättern hergestellt wird. Der Name hat jedoch keinen Bezug zu Orangen. „Pekoe“ beschreibt die feinen Härchen auf den jungen Blättern, während „Orange“ möglicherweise auf das niederländische Königshaus von Oranien verweist, das diesen Tee in Europa bekannt machte.

Das bin ich

Die natürlichen Bestandteile von Ceylon Pettiagalla OP

Der klassische Ceylon-Nachmittagstee aus dem historischen Dimbula-Hochland 

Entdecke den Ceylon Pettiagalla OP – eine exquisite Teequalität aus dem renommierten Dimbula-Anbaugebiet in Sri Lankas Central Highlands, aus dem Balangoda-Distrikt. 

Sri Lanka – bis 1972 Ceylon

„Ceylon“ ist der klassische britisch-koloniale Name für Sri Lanka. Die Insel war bis 1948 britische Kolonie, 1972 wurde sie in „Sri Lanka“ umbenannt. Aber der Tee behält den kolonialen Namen – „Ceylon Tea“ ist heute eine geschützte Marke des Sri Lanka Tea Board, ähnlich wie „Bordeaux“ oder „Champagne“ auch nach politischen Umbenennungen ihre Marke behielten.

Ein wichtiges Herkunftszeichen: Das offizielle Ceylon-Tea-Lion-Logo garantiert 100 % echten Ceylon-Tee. Sri Lanka war 1997 die erste Anbaunation weltweit, die ihren gesamten Tee-Sektor als „ozon-freundlich“ zertifizieren ließ.

James Taylor (1867) – der Ceylon-Tee-Vater

Ohne James Taylor gäbe es keinen Ceylon-Tee. Der schottische Pflanzer aus Aberdeenshire pflanzte 1867 die ersten kommerziellen Tee-Setzlinge in Ceylon – auf einem 8-Hektar-Experimentierfeld auf dem Loolecondera Estate in der Kandy-Region. Die Setzlinge kamen aus Assam. Sein Grab in Sri Lanka ist bis heute eine Pilgerstätte für Tee-Fans.

Mehr zur Kulturgeschichte des Tees auf unserer Bestandteil-Seite Schwarzer Tee.

Coffee Blight 1869 – der historische Wendepunkt

Sri Lanka war ursprünglich ein Kaffee-Land! In den 1860er Jahren war die Insel der dritt- oder viertgrößte Kaffee-Produzent der Welt. Dann kam der historische Wendepunkt:

1869 breitete sich der Pilz Coffee Rust (Hemileia vastatrix) auf der Insel aus und zerstörte in den 1870-80er Jahren fast alle Kaffee-Plantagen. Innerhalb von 20 Jahren wechselte Sri Lanka von Kaffee-Land zu Tee-Land!

Historische Ironie: Ein Pilz-Schädling machte Ceylon zum Tee-Land, das wir heute kennen. Ohne Coffee Blight wäre Sri Lanka heute vielleicht ein Kaffee-Produzent – und Ceylon-Tee würde es nicht geben.

Sir Thomas Lipton (1890) – die globale Marke

Sir Thomas Lipton (Schotte, Selfmade-Kaufmann aus Glasgow) kaufte 1890 die ersten Tee-Plantagen in Ceylon. Sein berühmter Slogan: „Direct from the tea gardens to the tea pot“ – eine der ersten vertikalen Integrationen in der Tee-Wirtschaft. Lipton Tea wurde zu einer der bekanntesten Tee-Marken weltweit.

Ein spannendes Duo aus schottischer Tee-Historie: James Taylor pflanzte, Thomas Lipton vermarktete.

Camellia sinensis var. assamica

Sri Lanka nutzt die großblättrige Assam-Varietät (Camellia sinensis var. assamica) – konsistent mit Assam und Sumatra! Anders als bei Darjeeling und Keemun (var. sinensis – chinesisch, kleinblättrig). Die ursprünglichen Setzlinge kamen 1867 durch James Taylor aus Assam nach Ceylon – die Verbindung zwischen Assam und Ceylon ist historisch tief.

Balangoda – prähistorische Kulturregion

Ein spannender kulturhistorischer Bonus-Anker: Das Balangoda-Distrikt ist bekannt für die Balangoda-Mann-Kultur40.000 Jahre alte menschliche Siedlungen! Eine der ältesten menschlichen Kulturen Südasiens. Höhlensysteme wie Batadombalena und Fa Hien enthalten Fossilien der ältesten anatomisch modernen Menschen der Region.

Beim Genuss des Pettiagalla trinkt man Tee aus einer der kulturhistorisch tiefsten Regionen der Welt – wo Menschen seit dem Ende der letzten Eiszeit leben.

OP – Orange Pekoe

Orange Pekoe (OP) ist ein hochwertiger Vollblatt-Blattgrad aus jungen, ganzen Blättern. Der Name hat nichts mit Orangen zu tun:

  • „Pekoe“ verweist auf die feinen Härchen der jungen Teeblätter
  • „Orange“ ehrt das niederländische Königshaus von Oranje-Nassau

Wilhelm III von Oranje-Nassau (1650-1702) war Stadhouder der Niederlande + König von England ab 1689 (Glorious Revolution 1688). Die Niederländische Ostindien-Kompanie (VOC) war Weltmarktführer im Tee-Handel. Orange Pekoe = Ehre für das Oranje-Haus.

Der Pettiagalla zeigt die klassische OP-Optik: lang und drahtig geformte Vollblatt-Struktur.

Zubereitung

  • Einen gehäuften Teelöffel pro große Tasse (250 ml)
  • Mit sprudelnd kochendem Wasser (95-100 °C) aufgießen
  • 3-5 Minuten ziehen lassen
  • Klassisch pur, mit Milch, Sahne oder Kluntje
  • Ideal auch als Nachmittags-Ceylon

 

Geschmack & Charakter

  • Aroma: Kräftig-elegant, würzig-malzig, mit klaren Zitrus-Untertönen
  • Tassenfarbe: Klassisch kupferrot – das Dimbula-Merkmal!
  • Textur: Vollmundig, samtig, mit klarer Struktur
  • Nachhall: Lang, mit angenehmer Herbe

 

Für wen sich der Tee eignet

  • Ceylon-Kenner, die einen klassischen Dimbula-OP suchen
  • Nachmittagstee-Trinker, die einen kräftig-eleganten Klassiker wollen
  • Milch-Tee-Trinker, die den kräftigen Charakter mögen
  • Kulturhistorisch Interessierte – James Taylor, Coffee Blight, Lipton, Balangoda

 

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Mein Tipp: Der klassische Nachmittags-Ceylon

Der Ceylon Pettiagalla OP ist mein klassischer Nachmittags-Tee-Klassiker – kräftig-elegant, mit der charakteristischen kupferroten Dimbula-Tasse. Ideal ist ein Schuss Sahne (klassisch britisch: Milk In After). Für Kulturhistorisch Interessierte: James Taylors 1867-Pionier-Story und die Coffee-Blight-1869-Ironie machen den Tee zu einem Gesprächsthema – „Trinken wir gerade einen Tee, der nur existiert, weil ein Pilz die Kaffee-Plantagen zerstört hat“.

Du willst mehr zur Camellia-sinensis-Botanik, den Verarbeitungsstufen, dem Grading-System oder der 5000 Jahre alten Kulturgeschichte des Tees erfahren? Alles auf unserer Bestandteil-Seite Schwarzer Tee – oder schau das gesamte Sortiment an Schwarztees.

 
 

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