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Mate Sweet Orange – klassischer Guaraní-Mate-Tee (Ilex paraguariensis, Familie Aquifoliaceae – Mate ist eine Stechpalme!) aus Brasilien (grün + geröstet) mit sichtbaren Süßholzwurzel-Fasern (Glycyrrhiza glabra, Familie Fabaceae – wie Rooibos!), Bio-Orangenschalen-Zesten (Citrus sinensis, Familie Rutaceae – wie Zitrone!) und Orangenblüten für einen aromatisch-harmonischen Blend mit drei Botanik-Familien in einer Tasse

Mate Sweet Orange

Mate Sweet Orange – der klassische Guaraní-Mate aus Brasilien (Ilex paraguariensis, Familie Aquifoliaceae). Der brasilianische Mate (grün + geröstet) trifft auf Bio-Orangenschalen (Citrus sinensis, Rutaceae), Süßholzwurzel (Glycyrrhiza glabra) und Orangenblüten. Drei Botanik-Familien in einer Tasse – ein reichhaltiger, aromatischer Blend mit tiefer südamerikanischer Kulturhistorie.

5,00 

50,00  / kg

Zubereitungsart

Zubereitung wie einen herkömmlichen Kräutertee (1 gehäufter Teelöffel, 250ml heißes Wasser, ca. 8-10 min ziehen)

Traditionelle Zubereitung:
Zubehör: Du benötigst eine cuia (ein Gefäß, meist aus Kalebasse oder Holz) und eine bombilla (ein Metallstrohhalm mit integriertem Filter).

Mateblätter einfüllen: Die cuia wird zu etwa 2/3 mit getrockneten Mateblättern gefüllt.

Neigung der cuia: Die cuia wird schräg gehalten, sodass die Blätter an einer Seite des Behälters anliegen, während die andere Seite leer bleibt.

Bombilla einsetzen: Die bombilla wird vorsichtig in die Mateblätter gesteckt, sodass der Filter am unteren Ende der bombilla im Tee bleibt.

Wasser einfüllen: Heißes Wasser (ca. 70-80°C) wird dann langsam an den Rand der cuia gegossen und füllt den Tee vorsichtig auf, ohne direkt auf die Blätter zu treffen. Dadurch wird der Geschmack gleichmäßig entfaltend, ohne bitter zu werden.

Genießen: Der erste Aufguss wird von der Person, die die Zubereitung übernommen hat, getrunken. Danach wird die cuia an andere Personen weitergereicht, die nacheinander aus der gleichen bombilla trinken.

Wiederauffüllen: Sobald der Tee getrunken wurde, wird einfach frisches heißes Wasser nachgefüllt, um das Getränk immer wieder neu aufzubrühen.

Optisch und geschmacklich begeistert der Mate Sweet Orange Tee durch eine lebendige, goldene Farbe und den fruchtigen Duft von Orangen. Der Tee bietet eine perfekte Balance zwischen der herben Note des Mate-Tees und der frischen Süße der Orangen, abgerundet durch die subtile Würze des Süßholzes. Der Geschmack ist fruchtig, mit einer klaren Zitrusnote, die wunderbar mit der leicht rauchigen Mate-Basis harmoniert. Diese Mischung ergibt einen belebenden, erfrischenden Tee, der gleichzeitig harmonisch und anregend wirkt – perfekt für eine belebende Auszeit

Das bin ich

Die natürlichen Bestandteile von Mate Sweet Orange

Der klassische Guaraní-Mate mit Orangen-Süßholz-Charakter

Mate Sweet Orange vereint den fruchtig-süßen Geschmack von Orangen mit der mittelkräftigen, würzigen Note von Mate-Tee. Die aromatische Mischung wird durch Süßholz und Orangenschalen perfekt abgerundet. Der grüne und geröstete brasilianische Mate verleiht dem Getränk eine leicht rauchige Tiefe, während das natürliche Orangenaroma und die Orangenblüten für eine harmonische Frucht-Süße sorgen.

Mate

Mate (Ilex paraguariensis) gehört zur Familie Aquifoliaceae – den Stechpalmengewächsen! Damit ist Mate botanisch verwandt mit der europäischen Stechpalme (Ilex aquifolium), dem klassischen Weihnachtsbaum-Schmuck – und mit der amerikanischen und japanischen Stechpalme. 

„Kürbis-Kalebasse“

Das Wort „Mate“ kommt aus der Guaraní-Sprache und bedeutete ursprünglich das Trinkgefäß – die Kürbis-Kalebasse (auf spanisch: cuia). Nicht die Pflanze! Die Pflanze heißt eigentlich „Yerba“ (spanisch: Kraut). Der klassische Name „Yerba Mate“ heißt also wörtlich „das Kraut aus der Mate-Kalebasse“!

Die Guaraní – die Ur-Nutzer

Die Guaraní-Indios – die indigenen Völker Paraguays und Nord-Argentiniens – nutzten Mate seit Jahrhunderten (mündliche Überlieferung). Der Konsum war rituell und alltäglich. Die klassische Bombilla (Metallstrohhalm mit Sieb) und die cuia (Kalebasse) sind Guaraní-Erfindungen.

Die Jesuiten und die 1767er-Vertreibung

Im 17. Jahrhundert lernten Jesuiten-Missionare in Paraguay von den Guaraní und begannen den systematischen Mate-Anbau in ihren Missionen (Reduktionen). Mate wurde ein wichtiges Handelsgut. Aber: 1767 vertrieb König Karl III. von Spanien die Jesuiten aus Südamerika – und die systematische Mate-Kultivierung brach fast zusammen. Erst spät im 19. Jahrhundert kam der kommerzielle Anbau zurück. Heute sind Argentinien, Uruguay, Paraguay und Brasilien die klassischen Anbauländer.

Mehr zur Kulturgeschichte des Tees auf unserer Bestandteil-Seite Schwarzer Tee.

Die Trinkgemeinschaft – Cultura del Mate

Ein spektakuläres kulturelles Detail: Mate ist ein Gemeinschafts-Getränk! Der klassische Ritus:

  • Ein Cebador (Zubereiter) füllt die cuia (Kalebasse) mit Yerba
  • Alle trinken aus derselben bombilla (Metallstrohhalm mit Sieb) – nacheinander!
  • Sozial-rituelle Praxis – tief kulturell verankert

Anders als beim europäischen Tee ist Mate ein Gemeinschafts-Getränk

Mate weltweit – Uruguay Weltmeister

Die Mate-Verbrauchsmeister:

  • Uruguay – bis 8 kg pro Kopf und Jahr 
  • Argentinien – ca. 6 kg/Kopf/Jahr
  • Paraguay – Ursprungsland, klassisch der Tereré 
  • Brasilien – Chimarrão im Süden

 

Tereré – der kalte Paraguay-Sommer-Mate

 In Paraguay gibt es den Tereré (Guaraní: „Nachbar-Getränk“) – kalt aufgegossen mit Eiswasser + Kräutern (Menta oder Cedrón). Klassisches Sommer-Getränk. Wärmeres, trockeneres Klima → kalt statt heiß.

  •  

Syrien – der überraschende Mate-Markt!

Syrien ist der größte Mate-Importeur außerhalb Südamerikas! Warum? Syrische Immigration nach Argentinien im frühen 20. Jh. (osmanische Zeit) – als Nachkommen der Einwanderer nach Syrien zurückkehrten, brachten sie Mate mit! Klassisch mit Zucker aus einer Kaffeekanne getrunken (nicht mit Bombilla wie in Südamerika!). Ein Getränk auf zwei Kontinenten – Süd-Amerika und Naher Osten!

Zubereitung

Klassisch heiß (wie Kräutertee):

  • 1 gehäufter Teelöffel pro Tasse (250 ml)
  • Wasser: 95-100 °C
  • 8-10 Minuten ziehen lassen
  • Klassisch pur oder mit einem Schuss Zitronensaft

 

Traditionell:

  • Cuia (Kalebasse) zu 2/3 mit Yerba füllen
  • Cuia schräg halten – Yerba an einer Seite
  • Bombilla in die Yerba stecken (Filter am unteren Ende)
  • Wasser langsam an den Rand gießen
  • Der erste Aufguss wird vom Cebador getrunken
  • Danach: Kalebasse geht rund!
  • Wiederauffüllen mit frischem Wasser

 

Cold Brew / Tereré:

  • Kaltes Wasser
  • 6-12 Stunden im Kühlschrank
  • Mit Menta oder Cedrón garnieren 

 

Geschmack & Charakter

  • Aroma: Kräutrig-tief mit warmer Röstnote und spritzig-orange-süßer Frische
  • Tassenfarbe: Kräftig-goldgelb bis grünlich-gold
  • Textur: Mittelkräftig, kraut-erdig, mit süß-cremiger Süßholz-Note
  • Nachhall: Aromatisch-holzig mit Zitrus-Ausklang

 

Für wen sich der Tee eignet

  • Kaffee-Alternative – Mate hat moderaten Koffein-Gehalt
  • Kräuter-Erdig-Fans – für den klassischen Mate-Charakter
  • Zitrus-Lover – durch die Süß-Orange
  • Cold-Brew-Fans – als Tereré perfekt für Sommer

 

Mein Tipp: Der Cold Brew Tereré

Der Mate Sweet Orange ist mein klassischer Sommer-Tereré: 1-2 TL pro 500 ml kaltes Wasser, 6-12 Stunden im Kühlschrank ziehen, mit frischer Minze und Zitronenscheibe garnieren.

Du willst mehr zur Camellia-sinensis-Botanik oder der 5000 Jahre alten Kulturgeschichte des Tees erfahren? Alles auf unserer Bestandteil-Seite Schwarzer Tee.

Zutaten: Brasilien Mate, Brasilien Mate geröstet, Süßholzwurzeln, Orangenschalen, Orangenblüten, natürliches Orangen-Aroma mit anderen natürlichen Aromen

Inhalt: 100g


Häufige Fragen zum Mate Sweet Orange

Was ist Mate eigentlich – Kraut oder Trinkgefäß? „Mate“ heißt eigentlich das Trinkgefäß! Aus dem Guaraní (indigene Sprache Paraguays) bedeutet „Mate“ die Kürbis-Kalebasse. Die Pflanze heißt eigentlich „Yerba“ (spanisch: Kraut). Der klassische Name „Yerba Mate“ heißt also wörtlich „das Kraut aus der Mate-Kalebasse“! Wenn Leute „Mate trinken“, trinken sie eigentlich „Yerba“ aus einem „Mate“.

Wer waren die Guaraní? Die Guaraní-Indios sind die indigenen Völker Paraguays und Nord-Argentiniens. Sie nutzten Mate seit Jahrhunderten (mündliche Überlieferung) – ritueller und alltäglicher Konsum. Die klassische Bombilla (Metallstrohhalm mit Sieb) und die cuia (Kalebasse) sind Guaraní-Erfindungen. Ähnlich wie beim Rooibos die Khoisan-Ur-Nutzer in Südafrika – eine indigene Tee-Kultur vor jeder kommerziellen Nutzung.

Was hatten die Jesuiten mit Mate zu tun? Im 17. Jh. lernten Jesuiten-Missionare in Paraguay von den Guaraní und begannen den systematischen Mate-Anbau in ihren Missionen (Reduktionen). Mate wurde ein wichtiges Handelsgut. 1767 vertrieb König Karl III. von Spanien die Jesuiten aus Südamerika – und die systematische Mate-Kultivierung brach fast zusammen. Erst spät im 19. Jh. kam der kommerzielle Anbau zurück.

Wie bereite ich Mate Sweet Orange zu? Heiß klassisch (wie Kräutertee): 1 TL pro 250 ml, Wasser 95-100 °C, 8-10 Min ziehen. 

Zuordnung:

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