Der klassische Guaraní-Mate mit Orangen-Süßholz-Charakter
Mate Sweet Orange vereint den fruchtig-süßen Geschmack von Orangen mit der mittelkräftigen, würzigen Note von Mate-Tee. Die aromatische Mischung wird durch Süßholz und Orangenschalen perfekt abgerundet. Der grüne und geröstete brasilianische Mate verleiht dem Getränk eine leicht rauchige Tiefe, während das natürliche Orangenaroma und die Orangenblüten für eine harmonische Frucht-Süße sorgen.
Mate
Mate (Ilex paraguariensis) gehört zur Familie Aquifoliaceae – den Stechpalmengewächsen! Damit ist Mate botanisch verwandt mit der europäischen Stechpalme (Ilex aquifolium), dem klassischen Weihnachtsbaum-Schmuck – und mit der amerikanischen und japanischen Stechpalme.
„Kürbis-Kalebasse“
Das Wort „Mate“ kommt aus der Guaraní-Sprache und bedeutete ursprünglich das Trinkgefäß – die Kürbis-Kalebasse (auf spanisch: cuia). Nicht die Pflanze! Die Pflanze heißt eigentlich „Yerba“ (spanisch: Kraut). Der klassische Name „Yerba Mate“ heißt also wörtlich „das Kraut aus der Mate-Kalebasse“!
Die Guaraní – die Ur-Nutzer
Die Guaraní-Indios – die indigenen Völker Paraguays und Nord-Argentiniens – nutzten Mate seit Jahrhunderten (mündliche Überlieferung). Der Konsum war rituell und alltäglich. Die klassische Bombilla (Metallstrohhalm mit Sieb) und die cuia (Kalebasse) sind Guaraní-Erfindungen.
Die Jesuiten und die 1767er-Vertreibung
Im 17. Jahrhundert lernten Jesuiten-Missionare in Paraguay von den Guaraní und begannen den systematischen Mate-Anbau in ihren Missionen (Reduktionen). Mate wurde ein wichtiges Handelsgut. Aber: 1767 vertrieb König Karl III. von Spanien die Jesuiten aus Südamerika – und die systematische Mate-Kultivierung brach fast zusammen. Erst spät im 19. Jahrhundert kam der kommerzielle Anbau zurück. Heute sind Argentinien, Uruguay, Paraguay und Brasilien die klassischen Anbauländer.
Mehr zur Kulturgeschichte des Tees auf unserer Bestandteil-Seite Schwarzer Tee.
Die Trinkgemeinschaft – Cultura del Mate
Ein spektakuläres kulturelles Detail: Mate ist ein Gemeinschafts-Getränk! Der klassische Ritus:
- Ein Cebador (Zubereiter) füllt die cuia (Kalebasse) mit Yerba
- Alle trinken aus derselben bombilla (Metallstrohhalm mit Sieb) – nacheinander!
- Sozial-rituelle Praxis – tief kulturell verankert
Anders als beim europäischen Tee ist Mate ein Gemeinschafts-Getränk.
Mate weltweit – Uruguay Weltmeister
Die Mate-Verbrauchsmeister:
- Uruguay – bis 8 kg pro Kopf und Jahr
- Argentinien – ca. 6 kg/Kopf/Jahr
- Paraguay – Ursprungsland, klassisch der Tereré
- Brasilien – Chimarrão im Süden
Tereré – der kalte Paraguay-Sommer-Mate
In Paraguay gibt es den Tereré (Guaraní: „Nachbar-Getränk“) – kalt aufgegossen mit Eiswasser + Kräutern (Menta oder Cedrón). Klassisches Sommer-Getränk. Wärmeres, trockeneres Klima → kalt statt heiß.
Syrien – der überraschende Mate-Markt!
Syrien ist der größte Mate-Importeur außerhalb Südamerikas! Warum? Syrische Immigration nach Argentinien im frühen 20. Jh. (osmanische Zeit) – als Nachkommen der Einwanderer nach Syrien zurückkehrten, brachten sie Mate mit! Klassisch mit Zucker aus einer Kaffeekanne getrunken (nicht mit Bombilla wie in Südamerika!). Ein Getränk auf zwei Kontinenten – Süd-Amerika und Naher Osten!
Zubereitung
Klassisch heiß (wie Kräutertee):
- 1 gehäufter Teelöffel pro Tasse (250 ml)
- Wasser: 95-100 °C
- 8-10 Minuten ziehen lassen
- Klassisch pur oder mit einem Schuss Zitronensaft
Traditionell:
- Cuia (Kalebasse) zu 2/3 mit Yerba füllen
- Cuia schräg halten – Yerba an einer Seite
- Bombilla in die Yerba stecken (Filter am unteren Ende)
- Wasser langsam an den Rand gießen
- Der erste Aufguss wird vom Cebador getrunken
- Danach: Kalebasse geht rund!
- Wiederauffüllen mit frischem Wasser
Cold Brew / Tereré:
- Kaltes Wasser
- 6-12 Stunden im Kühlschrank
- Mit Menta oder Cedrón garnieren
Geschmack & Charakter
- Aroma: Kräutrig-tief mit warmer Röstnote und spritzig-orange-süßer Frische
- Tassenfarbe: Kräftig-goldgelb bis grünlich-gold
- Textur: Mittelkräftig, kraut-erdig, mit süß-cremiger Süßholz-Note
- Nachhall: Aromatisch-holzig mit Zitrus-Ausklang
Für wen sich der Tee eignet
- Kaffee-Alternative – Mate hat moderaten Koffein-Gehalt
- Kräuter-Erdig-Fans – für den klassischen Mate-Charakter
- Zitrus-Lover – durch die Süß-Orange
- Cold-Brew-Fans – als Tereré perfekt für Sommer
Mein Tipp: Der Cold Brew Tereré
Der Mate Sweet Orange ist mein klassischer Sommer-Tereré: 1-2 TL pro 500 ml kaltes Wasser, 6-12 Stunden im Kühlschrank ziehen, mit frischer Minze und Zitronenscheibe garnieren.
Du willst mehr zur Camellia-sinensis-Botanik oder der 5000 Jahre alten Kulturgeschichte des Tees erfahren? Alles auf unserer Bestandteil-Seite Schwarzer Tee.
Zutaten: Brasilien Mate, Brasilien Mate geröstet, Süßholzwurzeln, Orangenschalen, Orangenblüten, natürliches Orangen-Aroma mit anderen natürlichen Aromen
Inhalt: 100g
Häufige Fragen zum Mate Sweet Orange
Was ist Mate eigentlich – Kraut oder Trinkgefäß? „Mate“ heißt eigentlich das Trinkgefäß! Aus dem Guaraní (indigene Sprache Paraguays) bedeutet „Mate“ die Kürbis-Kalebasse. Die Pflanze heißt eigentlich „Yerba“ (spanisch: Kraut). Der klassische Name „Yerba Mate“ heißt also wörtlich „das Kraut aus der Mate-Kalebasse“! Wenn Leute „Mate trinken“, trinken sie eigentlich „Yerba“ aus einem „Mate“.
Wer waren die Guaraní? Die Guaraní-Indios sind die indigenen Völker Paraguays und Nord-Argentiniens. Sie nutzten Mate seit Jahrhunderten (mündliche Überlieferung) – ritueller und alltäglicher Konsum. Die klassische Bombilla (Metallstrohhalm mit Sieb) und die cuia (Kalebasse) sind Guaraní-Erfindungen. Ähnlich wie beim Rooibos die Khoisan-Ur-Nutzer in Südafrika – eine indigene Tee-Kultur vor jeder kommerziellen Nutzung.
Was hatten die Jesuiten mit Mate zu tun? Im 17. Jh. lernten Jesuiten-Missionare in Paraguay von den Guaraní und begannen den systematischen Mate-Anbau in ihren Missionen (Reduktionen). Mate wurde ein wichtiges Handelsgut. 1767 vertrieb König Karl III. von Spanien die Jesuiten aus Südamerika – und die systematische Mate-Kultivierung brach fast zusammen. Erst spät im 19. Jh. kam der kommerzielle Anbau zurück.
Wie bereite ich Mate Sweet Orange zu? Heiß klassisch (wie Kräutertee): 1 TL pro 250 ml, Wasser 95-100 °C, 8-10 Min ziehen.