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Tee mit Süßholzwurzel – gebündelte getrocknete Süßholzwurzelstangen (Glycyrrhiza glabra, Familie Fabaceae – Hülsenfrüchtler, verwandt mit Rooibos, Bohne, Erbse, Linse, Erdnuss, Bockshornklee und Tonka-Bohne) mit dem typischen bräunlichen Außenholz und hellem faserigem Inneren, klassisch in Bündeln zum Verkauf gebunden. Ursprünglich aus dem Nahen Osten und Mittelmeerraum (Türkei, Syrien, Iran). Enthält Glycyrrhizin – 50-mal süßer als Zucker

Tee mit Süßholzwurzel

Tee mit Süßholzwurzel

Die Süßholzwurzel (Glycyrrhiza glabra) ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt – über 4.000 Jahre alt als Süß- und Würzpflanze. Bei teeliebe erscheint sie in Produkten als natürliche Süße in Chai, Beeren-Wintertees, Kräuter-Rezepturen und Mate-Blends.

Botanik: Glycyrrhiza glabra – die „süße Wurzel“

Süßholz gehört zur Familie Fabaceae (Hülsenfrüchtler) – mit etwa 19.500 Arten in 750 Gattungen die dritt-artenreichste Pflanzenfamilie weltweit. Verwandte: Rooibos (Aspalathus linearis), Bohne, Erbse, Linse, Kichererbse, Sojabohne, Erdnuss, Bockshornklee, Alfalfa, Klee, die Tonka-Bohne, Johannisbrot/Carob, Robinie, Akazie und Mimose.

Etymologie

Der wissenschaftliche Name „Glycyrrhiza“ ist selbsterklärend: griechisch „glykys“ (süß) + „rhiza“ (Wurzel) = wörtlich „süße Wurzel“. Das deutsche „Lakritze“ kommt vom lateinischen „liquiritia“ – ebenfalls vom griechischen „glykyrrhiza“ abgeleitet. Englisch „Liquorice“, französisch „Réglisse“, italienisch „Liquirizia“. Im Sanskrit heißt Süßholz „Yashtimadhu“ („süßer Stock“, der Ayurveda-Name), im Chinesischen „Gancao“ („süßes Gras“).

Herkunft: Naher Osten und Mittelmeerraum

Der ursprüngliche Verbreitungsraum: Naher Osten und Mittelmeerraum – speziell Türkei, Syrien, Iran, Irak und Afghanistan. Süßholz wächst hier wild in trockenen, sonnigen Regionen mit sandigen Böden – die tief reichenden Wurzeln (bis 2 Meter) ermöglichen das Überleben in ariden Klimazonen. Heute auch in Italien (Kalabrien mit dem berühmten Amarelli-Süßholz seit 1731), Spanien, China (eigene Art Glycyrrhiza uralensis) und Zentralasien angebaut.

Historie – über 4.000 Jahre

Süßholz ist eine der ältesten Kulturpflanzen: Bereits Assyrer verwendeten es. Süßholz-Reste wurden in den Grabbeigaben von Pharao Tutanchamun (gestorben 1323 v.Chr.) gefunden – der junge Pharao sollte offenbar auch im Jenseits nicht darauf verzichten. Alexander der Große ließ seine Truppen bei den Feldzügen Süßholz mitführen – gegen Durst auf langen Wüstenmärschen. Im Ayurveda wird Süßholz seit über 3.000 Jahren als „Yashtimadhu“ dokumentiert, in der TCM als „Gancao“ – dort soll es in fast jeder klassischen Rezeptur als „Harmonisierer“ der anderen Bestandteile vorkommen. Napoleon Bonaparte war ein bekannter Süßholz-Liebhaber – seine berühmt gelben Zähne sollen davon gekommen sein. Die italienische Amarelli-Süßholzfabrik in Kalabrien produziert seit 1731 – die älteste kontinuierlich arbeitende Süßholz-Fabrik der Welt.

Weltweite Lakritz-Traditionen

Süßholz hat sehr unterschiedliche kulturelle Ausprägungen: Die Niederlande verbrauchen weltweit am meisten Lakritz pro Kopf – etwa 2 kg pro Person und Jahr, mit Hunderten „Drop“-Sorten von süß bis extrem salzig. In Skandinavien ist Salmiak-Lakritz (mit Ammoniumchlorid) ein Kulturphänomen – in Finnland gibt es sogar Salmiak-Wodka. Nord-Deutschland und Ostfriesland kennen Salzlakritz-Klassiker. In der Türkei wird Meyan Şerbeti (Süßholz-Kaltgetränk) traditionell im Sommer und während Ramadan getrunken. Auch Guinness-Bier enthielt historisch Süßholz für die dunkle Farbe.

Chemie – 50x süßer als Zucker

Der Haupt-Süßstoff ist Glycyrrhizin – ein Saponin, das 50-mal süßer als Zucker ist! Aber anders wahrgenommen: nicht sofort süß, sondern anhaltend über mehrere Sekunden. Verantwortlich für den charakteristischen Süßholz-Nachgeschmack.


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Tee Discovery

Süßholzwurzel Tee-Sortiment

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In den Warenkorb Dieses Produkt weist mehrere Varianten auf. Die Optionen können auf der Produktseite gewählt werden

Bio Früchtetee Hygge Berry

Bio Früchtetee Hygge Berry – der alkoholfreie Punsch-Ersatz für gemütliche Winterabende. Bio-Holunderbeeren, Weinbeeren und Cranberries treffen auf Zimt, Süßholzwurzel und Bio-Zitrusöle. Beerig-warm ohne scharfe Ingwer-Note – der Wohlfühl-Tee für die kalte Jahreszeit. Aus kontrolliert biologischem Anbau.

6,50 

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Bio Ingwer Aronia Kräutertee – belebender Kräutertee mit Ingwer und Aroniabeeren, verfeinert mit Fenchel, Anis, Zitronengras, Minze, Süßholz, Salbei und Rosenblüten. Ganzer Sternanis als optisches Highlight. Aus kontrolliert biologischem Anbau. Koffeinfrei, würzig-frisch, ungewöhnlich

6,00 

Kräutertee Entspannungstee

Kräutertee Entspannungstee – der blumig-milde Kräutergarten-Tee mit mediterran-mitteleuropäischer Zutatenwelt. Lindenblüten und Melisse aus der Alpenkultur treffen auf mediterrane Klassiker wie Basilikum, Rosen und Lavendel. Der Name ist geschmackliches Stimmungsbild – wie ein Kräutergarten am späten Nachmittag. Enthält Süßholz

2,50 

Kräutertee Frauentee

Kräutertee Frauentee – der würzige Wurzel- und Gewürztee mit Klostergarten-Charakter. Wärmende Chai-Gewürze wie Zimt, Kardamom, Ingwer und Nelken treffen auf erdige Klostergarten-Wurzeln: Angelika (die „Erzengelwurz“), Süßholz und Löwenzahn. Ergänzt durch Wacholder und Orangenschalen. Enthält Süßholz.

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Mate Sweet Orange

Mate Sweet Orange – der klassische Guaraní-Mate aus Brasilien (Ilex paraguariensis, Familie Aquifoliaceae). Der brasilianische Mate (grün + geröstet) trifft auf Bio-Orangenschalen (Citrus sinensis, Rutaceae), Süßholzwurzel (Glycyrrhiza glabra) und Orangenblüten. Drei Botanik-Familien in einer Tasse – ein reichhaltiger, aromatischer Blend mit tiefer südamerikanischer Kulturhistorie.

5,00 

Geschmack

So schmeckt Süßholz in Tee-Blends

Süßholz hat einen sehr süßen, warmen und leicht würzigen Geschmack mit einer ausgeprägten Lakritznote. Die Süße kommt durch Glycyrrhizin – ein Saponin, das 50-mal süßer als Zucker ist und anhaltend nachwirkt. Zusammen mit Anethol entsteht die typische Aroma-Verwandtschaft zu Anis, Fenchel und Sternanis.

Süßholz harmoniert besonders gut mit:

  • Chai-Gewürzen (Zimt, Kardamom, Ingwer, Nelken) – klassische Kombination
  • Ingwer – die scharf-süße Ergänzung
  • Fenchel, Anis, Sternanis – Anethol-Verwandtschaft, harmonische Süße
  • Kräutern (Melisse, Basilikum, Lavendel) – für milde Kräuter-Blends
  • Wurzeln (Angelika, Löwenzahn) – für Klostergarten-Blends
  • Beeren (Aronia, Cranberry, Holunder) – für Winter-Blends
  • Zitrusfrüchten (Orange) – wie im Mate Sweet Orange

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