Rosenblüten stammen von der Rosen-Gattung Rosa spp. – einer der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Sie erscheinen in Produkten quer durch das Sortiment, mit einer eleganten sanft-blumigen Note, die klassisch besonders gut mit Kamille, Lavendel, Zitronenmelisse, Hibiskus und Beeren harmoniert.
Rosa spp. – die vier klassischen Rosen-Arten
Vier Arten prägen die Rosen-Nutzung für Tee, Küche und Parfüm:
Die Rose als Ur-Rosaceae
Die botanische Familie Rosaceae wurde nach der Rose benannt. Sie ist eine der größten Pflanzenfamilien überhaupt: über 3000 Arten in 90 Gattungen, weltweit verbreitet in gemäßigten Zonen. Zur Rosaceae-Familie gehören alle klassischen Steinobst- und Kernobst-Arten sowie viele Beerenfrüchte:
Etymologie: Von Sanskrit bis Rhodos
Das Wort „Rose“ hat eine lange Sprachreise: Sanskrit gulab (Persisch/Hindi bis heute: „gul“ = Blume), altpersisch wṛda-, griechisch rhódon (bis heute in „Rhododendron“ und in der Insel Rhodos), lateinisch rosa. Der Ursprung liegt wahrscheinlich im altpersisch-iranischen Raum.
Persien – das Land der Rosen
Wenn eine Region als das klassische Rosen-Land der antiken Welt gilt, dann Persien. Der persische Dichter Saadi verfasste 1258 sein Werk „Gulistan“ (Rosengarten) – eines der einflussreichsten Werke der Weltliteratur. Auch die Destillation von Rosenöl wurde im 9. Jahrhundert in Persien entwickelt, dem Universalgelehrten Al-Razi zugeschrieben. Der persische Begriff für Rosenwasser lautet bis heute „Golab“.
Kleopatra und die römischen Bankette
Bereits die ägyptische Königin Kleopatra soll klassisch in mit Rosenblättern gefüllten Bädern gebadet haben. Die Römer übernahmen die Wertschätzung. Über die Römer kam die Rose nach Nordeuropa – im Mittelalter wurde Rosa gallica als „Apotheker-Rose“ in Klostergärten kultiviert.
Mehr zur Kulturgeschichte des Tees auf unserer Bestandteil-Seite Schwarzer Tee.
Das bulgarische Tal der Rosen
Die klassische Weltproduktion von Rosenöl konzentriert sich heute auf eine einzige Region: das Tal der Rosen (Rozova Dolina) bei Kazanlak in Bulgarien. Die kommerzielle Rosenöl-Destillation begann hier im späten 17. Jahrhundert unter osmanischer Herrschaft. Heute stammen etwa 70 Prozent der Weltproduktion an Rosenöl aus diesem Tal.
Die Ernte findet klassisch im Mai und Juni statt. Handpflückung in den frühen Morgenstunden vor Sonnenaufgang, wenn die Konzentration ätherischer Öle am höchsten ist. Die Blüten werden noch am selben Tag destilliert.
Türkei, Marokko, Iran
Neben Bulgarien sind drei weitere Regionen zentral für die klassische Rosen-Produktion: Türkei mit der Isparta-Region in Zentralanatolien (zweitgrößter Rosenöl-Produzent weltweit), Marokko mit dem M’Goun-Tal und dem jährlichen Rosenfest von El Kelaâ M’Gouna, sowie Iran mit dem klassischen Kaschan-Rosenwasser (Golab-e Kashan).
Rose in der Weltküche
Rosenblüten und Rosenwasser prägen zahlreiche Weltküchen:
Der Krieg der Rosen
Die englischen Dynastie-Kriege 1455-1487 gingen als Wars of the Roses in die Geschichte ein. Die konkurrierenden Häuser wählten Rosen als Wappen: Weiße Rose für das Haus York, Rote Rose für das Haus Lancaster. Die Vereinigung nach dem Krieg 1487 unter Heinrich VII. wurde durch die Tudor-Rose symbolisiert – bis heute englisches Nationalsymbol.
Rosenblüten erscheinen in vielen Tee-Kategorien im Sortiment.
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Rosenblüten haben einen zarten, blumigen und leicht süßlichen Geschmack mit einer subtilen fruchtigen Note. In Tee-Blends verleihen sie eine harmonische, sanft-blumige Komponente. Sie harmonieren klassisch besonders gut mit: