Melisse (Melissa officinalis) ist eine der ältesten europäischen Kulturkräuter – seit über 2.000 Jahren dokumentiert. Bei teeliebe erscheint sie in fünf Produkten – als zitronig-milder Kräuter-Bestandteil in Abend-Kräutertees, Wildkräuter-Blends und im Sommer-Sonnenkräuter.
Melissa = Honigbiene
Der Name Melisse hat einen wunderschönen Ursprung: „Melissa“ (μέλισσα) ist griechisch für „Honigbiene“. Melisse wurde nach der Biene benannt, weil ihre kleinen weißen Blüten extrem nektarreich sind und Bienen aus großer Entfernung anlocken. Wörtlich ist Melisse also die „Bienenblume“ oder das „Bienenkraut“ – der alte deutsche Name „Bienenkraut“ ist die direkte Übersetzung. Plinius der Ältere berichtete bereits vor 2.000 Jahren, dass Bienenzüchter Melisse in ihre Bienenkörbe reiben, damit die Bienen wiederkommen – ein Trick, der bis heute in der Imkerei überliefert wird.
Botanik
Melisse gehört zur Familie Lamiaceae (Lippenblütler) – einer der wichtigsten Küchen- und Duftpflanzen-Familien der Welt.
Herkunft
Der ursprüngliche Verbreitungsraum: östlicher Mittelmeerraum – speziell Griechenland, Türkei und Iran. Von dort in ganz Europa verbreitet. Kaiser Karl der Große (768-814) ließ Melisse in seinem berühmten „Capitulare de villis“ (um 795) in allen kaiserlichen und klösterlichen Gärten anbauen – damit begann die deutsche Melissen-Kulturgeschichte offiziell.
Historie – über 2.000 Jahre
Hippokrates (um 460-370 v.Chr.) erwähnte Melisse in seinen Schriften. Plinius der Ältere beschrieb sie ausführlich in seiner „Naturalis historia“. Im Mittelalter kultivierten die Benediktiner und andere Orden Melisse in ihren Klostergärten. Paracelsus (1493-1541) nannte sie „elixier vitae“ – Lebenselixier.
Der berühmteste Melissen-Klassiker: der Karmelitergeist / Eau de Mélisse des Carmes – die Karmeliter-Klostertradition in Paris seit 1611. Ein destillierter Melisse-Extrakt mit Zitronenschale, Muskatnuss, Nelken, Koriander, Zimt und Angelika. Bis heute in französischen Apotheken erhältlich.
Bienen-Trachtpflanze
Melisse ist eine der wichtigsten Trachtpflanzen für Honigbienen, Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge. In Bienengärten wird sie gezielt gepflanzt, um Bestäuber anzulocken – ein schöner Naturkreis: eine Pflanze nach der Biene benannt, die für die Biene lebt.
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Melisse hat einen milden, zitronigen, leicht süßlichen Geschmack mit einer frischen Kräuternote. In Teemischungen sorgt sie für eine sanfte, erfrischende und beruhigende Komponente und harmoniert besonders gut mit Kamille, Lavendel, Minze und Zitronenfrüchten für eine harmonische Mischung