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Tee mit grünem Tee – lose Grünteeblätter in verschiedenen Formen und Farben

Tee mit grüner Tee

Tee mit grünem Tee

Grüner Tee ist die vielleicht kulturhistorisch reichste Tee-Kategorie überhaupt. Über viertausend Jahre Kulturgeschichte, unzählige Sorten aus verschiedenen Anbauregionen, faszinierende Herstellungsverfahren, spannende sprachhistorische Wurzeln – der Grüntee bringt einen Reichtum an Geschichten mit, wie ihn keine andere Tee-Kategorie hat.

Camellia sinensis – eine Pflanze, alle echten Tees

Ein Faktum, das viele überrascht: Alle echten Tees stammen von derselben Pflanze – der Teepflanze Camellia sinensis. Schwarztee, Grüntee, Weißtee, Oolong, Pu-Erh und gelber Tee entstehen alle aus den Blättern derselben Pflanze. Der Unterschied liegt einzig und allein in der Verarbeitung nach der Ernte: Grüntee wird direkt nach der Pflückung erhitzt, um die Oxidation zu stoppen; Schwarztee wird bewusst oxidiert; Weißtee wird nur getrocknet. So entsteht aus einer einzigen Pflanze die vielfältige Familie der echten Tees.

Die Ursprungslegende: Kaiser Shen Nong (2737 v. Chr.)

Die berühmteste chinesische Legende zum Ursprung des Tees erzählt von Kaiser Shen Nong – dem legendären „Kräuterkönig“ – der um das Jahr 2737 v. Chr. der Überlieferung nach die Wirkung von Kräutern und Pflanzen erforschte. Eines Tages, als er unter einem Baum sein Trinkwasser abkochte, fielen zufällig einige Blätter der Teepflanze in sein Wasser. Das Wasser färbte sich grün, entwickelte einen angenehmen Duft – und der Kaiser probierte es. So sollen die Menschen der Legende nach den Tee entdeckt haben. Ob wahr oder nicht: Die Geschichte ist über viertausend Jahre alt.

Dämpfen oder Rösten 

Der entscheidende Unterschied zwischen japanischem und chinesischem Grüntee liegt im Herstellungsverfahren nach der Ernte:

  • Japanische Tradition: Dämpfen – frisch geerntete Teeblätter werden mit heißem Dampf kurz erhitzt (typischerweise unter einer Minute). Das stoppt die Oxidation, hält die intensive grüne Farbe fest und sorgt für den charakteristischen frisch-grasigen, leicht umami-artigen Geschmack. Klassische gedämpfte Grüntees: Sencha, Bancha, Gyokuro, Kukicha, Matcha, Genmaicha.
  • Chinesische Tradition: Rösten in der Pfanne – frisch geerntete Teeblätter werden in großen erhitzten Pfannen oder Wannen von Hand geröstet. Dabei entsteht durch den direkten Kontakt mit dem heißen Metall eine leichte Röstnote und ein nussig-warmer Geschmack. Klassische geröstete Grüntees: Lung Ching (Drachenbrunnen), Gunpowder, Chun Mee.

Die verschiedene Behandlung führt zu deutlich unterschiedlichen Aromen: japanische Grüntees schmecken frischer, grasiger, umami-betont; chinesische Grüntees schmecken wärmer, nussig-gerösteter, oft mit leichten süß-nussigen Karamelltönen.

Die spannende Etymologie: „chai“ vs. „tea“ – Land- oder Seeweg

Hier ist einer der schönsten sprachhistorischen Fakten zum Tee: Wie ein Land den Tee auf der Karte nennt, verrät die Handelsroute, über die er im Land ankam.

  • Länder, die den Tee über den Landweg (Seidenstraße) bekamen, sagen bis heute „cha“ oder „chai“ – das kommt vom nordchinesischen „chá“ (茶): Russland (чай), Türkei (çay), Persien (چای), Indien (चाय), arabische Länder (شاي).
  • Länder, die den Tee über den Seeweg aus dem chinesischen Hafen Xiamen (früher Amoy) bekamen – wo der südchinesische Min-Nan-Dialekt gesprochen wird, in dem Tee „te“ heißt: Portugal (chá – Portugal war die eine Ausnahme, es kam über Macau), Niederlande (thee), England (tea), Deutschland/Österreich (Tee), Frankreich (thé), Italien (tè).

Die klassischen Anbauregionen

Der Grüntee wird heute in vielen Ländern angebaut, aber die klassischen Regionen sind:

  • China – das Ursprungsland. Yunnan gilt als botanische Heimat der Teepflanze. Zhejiang ist die Region der berühmten Longjing-Grüntees (Lung Ching – „Drachenbrunnen“). Fujian ist bekannt für Jasmintees.
  • Japan – die Klassik-Region der gedämpften Grüntees. Uji in der Nähe von Kyoto ist die historische Klassik-Region, besonders für Matcha. Kagoshima und Shizuoka sind die größten Anbauregionen der Gegenwart.
  • Nepal – die neuere Region, die Grüntee nach japanischer Art produziert. Guranse Tea Estate in Höhenlagen bis 2100 Metern bringt milde, weich-grasige Grüntees hervor.
  • Korea – vor allem die Vulkaninsel Jejudo ist bekannt für hochwertigen Grüntee, insbesondere die Sorte Woojeon (vor dem Frühjahrsregen geerntet).

Buddhistische Mönche als Wissensträger

Wie kam der Grüntee überhaupt von China nach Japan? Die Antwort: buddhistische Mönche. Der Mönch Eichū brachte im 9. Jahrhundert erste Teebäume und das Wissen um die Zubereitung nach Japan mit. Später, im 12. Jahrhundert, war es Mönch Eisai, der die Matcha-Kultur – den fein gemahlenen Grüntee – in Japan etablierte. In den buddhistischen Klöstern wurde der Tee zum spirituellen Getränk. Aus dieser klösterlichen Praxis entwickelte sich schließlich die japanische Teezeremonie.

Sen no Rikyū – der Vater der Teezeremonie

Die Ausformung der japanischen Teezeremonie zum kulturellen Ritual ist eng mit dem Namen Sen no Rikyū (1522–1591) verbunden. Als Teemeister des Kriegsherrn Hideyoshi entwickelte er die Prinzipien des wabi-cha – der schlichten, meditativen Teezeremonie mit Matcha. Seine Prinzipien wa (Harmonie), kei (Respekt), sei (Reinheit), jaku (Stille) prägen die japanische Teekultur bis heute.

Die Vielfalt der Grüntee-Sorten

Grüntee ist nicht gleich Grüntee – innerhalb der Kategorie gibt es faszinierende Sortenvielfalt:

Japanische gedämpfte Grüntees:

  • Sencha (煎茶) – der klassische japanische Alltags-Grüntee, gedämpft und gerollt
  • Gyokuro (玉露) – „Jadetau“, der Schattentee, drei Wochen vor der Ernte beschattet
  • Matcha (抹茶) – der fein gemahlene Grüntee der Teezeremonie
  • Bancha (番茶) – der spätgeerntete Alltags-Grüntee mit niedrigerem Koffeingehalt
  • Kukicha (茎茶) – der Grüntee aus den Stängeln, mild und ausgewogen
  • Houjicha (焙じ茶) – gerösteter Bancha oder Sencha mit nussig-karamelliger Note
  • Genmaicha (玄米茶) – Grüntee mit gepufftem Reis und Popcorn-Noten

Chinesische geröstete Grüntees:

  • Lung Ching (龙井) – „Drachenbrunnen“, der berühmte flach gepresste Grüntee aus Zhejiang
  • Gunpowder – zu kleinen Kugeln gerollter Grüntee, spritzig-kräftig
  • Chun Mee (春眉) – „Frühlings-Augenbrauen“, nach der geschwungenen Blattform benannt
  • Chinesischer Sencha – Sencha-Herstellung außerhalb Japans
  • Jasmintee – Grüntee mit Jasminblüten aromatisiert (klassisch aus Fujian)

Weitere:

  • Guranse Emerald Green (Nepal) – nepalesischer Grüntee mit japanischer Herstellung
  • Woojeon (Korea) – koreanischer Frühjahrs-Grüntee

Häufige Fragen zu grünem Tee

Warum stammen Grüntee und Schwarztee von derselben Pflanze? Alle echten Tees (Grüntee, Schwarztee, Weißtee, Oolong, Pu-Erh, gelber Tee) stammen tatsächlich von derselben Pflanze – der Teepflanze Camellia sinensis. Der Unterschied liegt allein in der Verarbeitung nach der Ernte: Grüntee wird direkt erhitzt (gedämpft oder geröstet), um die natürliche Oxidation der Blätter zu stoppen und die grüne Farbe zu erhalten. Schwarztee dagegen wird bewusst oxidiert – die Blätter werden gerollt und liegen gelassen, damit sie chemisch reagieren und ihre dunkle Farbe entwickeln. Aus derselben Pflanze entstehen so völlig verschiedene Tee-Charaktere.

Was ist der Unterschied zwischen japanischem und chinesischem Grüntee? Der entscheidende Unterschied liegt im Herstellungsverfahren:

  • Japanische Grüntees werden mit heißem Dampf gedämpft – kurz, unter einer Minute. Das erhält die intensiv-grüne Farbe und sorgt für den charakteristischen frisch-grasigen, umami-betonten Geschmack.
  • Chinesische Grüntees werden in Pfannen geröstet – manuell in großen erhitzten Wannen. Dabei entsteht ein wärmerer, nussig-gerösteter Geschmack mit leichten Karamellnoten.

Tee Discovery

grüner Tee Tee-Sortiment

Apfel Ingwer Grüntee

Apfel Ingwer Grüntee – belebender Grüntee mit Ingwer und süß-saftigen Apfelstücken, abgerundet mit süßen Brombeerblättern. Fruchtig, würzig und herrlich frisch – heiß genauso gut wie als Eistee an warmen Tagen

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Bio Bancha

Bio Bancha – der milde japanische Alltags-Grüntee mit niedrigem Koffeingehalt. Der Name bedeutet auf Japanisch „gewöhnlicher Tee“ – Bancha ist der klassische Ocha, der Volkstee Japans, zu Mahlzeiten und zu jeder Tageszeit getrunken. Sanftes Hellgrün in der Tasse, leicht süßlich-grasig, mild – der ideale Einsteiger-Grüntee. Bio-zertifiziert.

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Bio China Sencha

Bio China Sencha – der preisgünstige chinesische Bio-Grüntee mit Sencha-Blattform. Optisch inspiriert vom japanischen Sencha-Klassiker. Frisch-grasiges Aroma, leuchtend gelbe Tassenfarbe, unkompliziert im Alltag.

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Bio Chun Mee

Bio Chun Mee – der klassische chinesische Bio-Grüntee mit poetischer Namensgebung. „Chun Mee“ bedeutet auf Chinesisch „Augenbraue“ – nach der charakteristischen geschwungenen Form der Blätter, die an klassische chinesische Augenbrauen erinnern. Kräftig-nussiger Charakter, herb-süße Aromatik, chinesisch-traditionell in Pfannen geröstet. Bio-zertifiziert.

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Bio Feiner Jasmintee

Bio Feiner Jasmintee – der klassische chinesische Bio-Jasmintee mit über tausendjähriger Aromatisierungs-Tradition. Bio-Grüntee trifft auf frische Blüten des Jasmins. Blumig-elegant, mit hellgelber Tassenfarbe und intensivem Jasminduft. Aus kontrolliert biologischem Anbau.

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Bio Genmaicha

Bio Genmaicha – der klassische japanische Bio-Grüntee mit gepufftem Reis. Sencha aus der Präfektur Kagoshima trifft auf gerösteten und gepufften Reis, der dem Tee die charakteristische süß-karamellige Note verleiht. Ursprünglich der „arme-Leute-Tee“ Japans, heute ein Klassiker. Mild, niedriger Koffeingehalt, ideal als Winter-Grüntee.

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Bio Grüntee Beerenbande

Bio Grüntee Beerenbande – der Bio-Beeren-Grüntee-Premium. Bio-Himbeeren, Bio-Brombeeraroma und seltene Bio-Maulbeeren treffen auf Bio-Sencha, Bio-Zitronengras und Bio-Rosenblütenblätter. Fruchtig-blumig mit Beeren im Vordergrund – der Grüntee für alle, die Bio-Beeren-Aroma in Bio-Qualität wollen.

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Bio Grüntee Menthos

Bio Grüntee Menthos – der Bio-Klassiker im marokkanischen Stil. Bio-Gunpowder-Grüntee trifft auf Krauseminze (Spearmint) und Krauseminzöl – die genau die Kombination, aus der der klassische marokkanische Nationaltee („Atay bi Nana“) gemacht wird. Frisch-spritzig-krauseminzig, heiß oder als Sommer-Eistee ein Highlight. Bio-zertifiziert, koffeinhaltig.

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Bio Gunpowder: Kräftig, spritzig & leicht rauchig. Erlebe, wie die Teekugeln in deiner Tasse zum Leben erwachen. Jetzt 100% Bio-Genuss bei teeliebe!

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Geschmack

So schmeckt Grüner Tee

Grüner Tee hat einen frisch-grasig-krautigen bis leicht süßlichen Geschmack, der stark von der Herstellungsart und der Herkunftsregion abhängt:

  • Japanische gedämpfte Grüntees – frisch-grasig, umami-betont, oft mit Meeresalgen-Note (durch das kurze Dämpfen)
  • Chinesische geröstete Grüntees – nussig-warm, mit leichter Röstnote, süßer und milder
  • Nepalesische Grüntees – weicher, milder Übergangs-Charakter
  • Koreanische Grüntees – duftig-grasig mit leicht nussiger Note

In Teemischungen harmoniert Grüntee besonders gut mit:

  • Fruchtigen Noten: Beeren (Sencha Gojiberry, Sencha Granatapfel, Beerenbande), Zitrusfrüchten (Sencha Mandarin), Kirschen (Sencha Japan Kirsch), Apfel und Ingwer
  • Blumigen Noten: Jasmin, Rosen, Granatapfelblüten, Kornblumen
  • Süß-cremigen Noten: Vanille, Tonka
  • Frischen Kräutern: Minze (Grüner Menthos), Zitronengras
  • Gewürzen: Ingwer, Kardamom

In welcher Form finden sich Grüntees im Sortiment?

Bei uns kommt Grüntee in unterschiedlichen Formen zum Einsatz:

  • Ganze Blätter – Sencha, Chun Mee, Lung Ching (charakteristisch flach gepresst)
  • Fein gemahlen – Matcha (Suspension in der Tasse, nicht aufgegossen!)
  • Zu Kugeln gerollt – Gunpowder (die Kugeln öffnen sich beim Aufguss)
  • Aus Stängeln – Kukicha (der ausgewogene Stängel-Tee)
  • Geröstet – Houjicha (mit brauner statt grüner Blattfarbe)
  • Mit Reis – Genmaicha (mit gepufftem Reis vermischt)

Zubereitung: Die wichtigste Grüntee-Regel

KEIN KOCHENDES WASSER! Grüntee reagiert auf zu heißes Wasser mit bitterem Geschmack – die Catechine (Gerbstoffe) werden bei zu hohen Temperaturen aus dem Blatt gelöst und dominieren die Aromatik.

Die klassische Grüntee-Zubereitung:

  • Wasser aufkochen, dann einige Minuten abkühlen lassen bis auf 70 bis 85 °C
  • Bei besonders empfindlichen Sorten (Gyokuro) sogar 50 bis 60 °C
  • Bei robusten Sorten (Gunpowder, Houjicha) sind auch 85 bis 90 °C möglich
  • Ziehzeit: eine bis drei Minuten, je nach Sorte
  • Mehrfach aufgießen – klassische japanische und chinesische Tradition: derselbe Tee kann typischerweise zwei- bis dreimal aufgegossen werden, mit sich verändernder Aromatik

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