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Yunnan und Keemun sind zwei der bekanntesten Anbaugebiete von schwarzem Tee in China.
Keemun-Tee, aus der chinesischen Provinz Anhui, ist einer der berühmtesten Schwarztees Chinas. Er wird oft als Basis für englische Teemischungen verwendet und ist bekannt für seinen milden, leicht rauchigen Geschmack mit einem Hauch von Karamell. Keemun wird als besonders raffinierter Schwarztee angesehen und war lange Zeit ein wichtiger Exportartikel nach Europa.
Die südwestliche Provinz Yunnan in China ist die Heimat einiger der ältesten Teebäume der Welt und bekannt für die Produktion von Schwarztee mit einem unverwechselbaren erdigen, würzigen Geschmack. Yunnan-Schwarztee, auch „Dian Hong“ genannt, hat eine goldene Farbe und ein komplexes Geschmacksprofil, das oft Noten von Honig und Schokolade umfasst. Er wird besonders für seine ausgeprägte Süße und seinen geringen Tanningehalt geschätzt.

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Herstellungsinfo zu China

Schwarztee aus China ist die Geburtsstunde der vollständigen Oxidation – das Verfahren, das im 17. Jahrhundert in der Provinz Fujian seinen Ursprung hatte und sich von dort über die ganze Welt verbreitete. Heute wird chinesischer Schwarztee in mehreren Provinzen mit jeweils eigenen Traditionen produziert: Anhui (Keemun), Yunnan (Dian Hong) und Fujian (Lapsang Souchong, Jin Jun Mei).

Die Teepflanzen wachsen meist in mittleren Höhenlagen zwischen 500 und 1.400 Metern. Yunnans Anbaugebiete rund um Pu’er liegen besonders hoch, was den Tees ihre charakteristische Tiefe verleiht. Geerntet wird in mehreren Pflückperioden pro Jahr – die wertvollste ist die Frühjahrsernte zwischen April und Mai. Gepflückt wird häufig per Hand nach dem Prinzip „two leaves and a bud“, besonders bei Premium-Sorten.

Nach der Ernte folgen die klassischen vier Verarbeitungsschritte der orthodoxen Schwarztee-Herstellung: Welken (kontrollierter Feuchtigkeitsverlust über 12–18 Stunden), Rollen (Aufbrechen der Zellwände, oft per Hand bei Premium-Sorten), Oxidation (kontrollierte Reaktion mit Sauerstoff über 2–4 Stunden) und Trocknung bei 85–90 °C zum Stoppen der Oxidation.

Eine chinesische Besonderheit ist die häufig handwerkliche Verarbeitung – viele Schritte werden bei Premium-Sorten manuell ausgeführt, was zu höherer Qualität und feineren Aromen führt. Bei Yunnan-Tees werden gezielt junge Blätter mit goldenen Tips ausgewählt, die dem Tee seinen charakteristischen Glanz und die honigartige Süße verleihen.

Die wohl bekannteste Spezialität ist Lapsang Souchong: Hier kommt nach der klassischen Verarbeitung ein zusätzlicher Schritt hinzu – das Räuchern über Pinien- oder Kiefernholz. Die Blätter werden in speziellen Räucherkammern aufgehängt und nehmen über mehrere Stunden das rauchige Aroma auf. Je nach Räuchergrad entstehen mildere (Zheng Shan Xiao Zhong) oder kräftig-rauchige Varianten (Tarry Lapsang). Eine Legende besagt, dass Lapsang Souchong zufällig entstanden ist, als Bauern feuchte Teeblätter über offenem Feuer schnell trocknen mussten.

Vor der Abfüllung wird jede Charge im Labor auf Pestizidrückstände, Schwermetalle und mikrobiologische Belastung geprüft. Gerade bei Tees aus China ist Bio-Qualität besonders wichtig – konventionelle Tees können belastet sein. Bei Bio-zertifizierten Tees nach EU-Öko-Verordnung gelten deutlich strengere Grenzwerte.

Häufige Fragen zu China

Was ist China Schwarztee – und warum nennen ihn die Chinesen „roten Tee"?

China Schwarztee – in China selbst „Hóngchá" (紅茶) genannt, was wörtlich „roter Tee" bedeutet – ist die Wiege aller schwarzen Tees weltweit. Der westliche Name „Schwarztee" bezieht sich auf die dunkle Farbe der getrockneten Blätter, der chinesische Name „Hóngchá" auf die typisch kupfer- bis bernsteinrote Tassenfarbe. Im 17. Jahrhundert in der Provinz Fujian entstand mit dem Lapsang Souchong der erste vollständig oxidierte Tee der Geschichte – von dort verbreitete sich das Verfahren über die ganze Welt.

Im Vergleich zu indischen Schwarztees (Assam, Darjeeling) ist chinesischer Schwarztee meist milder, eleganter und vielschichtiger. Die Zugabe von Milch und Zucker ist nicht nötig – die feinen Aromen kommen pur am besten zur Geltung. Bei teeliebe findest du dieses chinesische Erbe in Form unseres Bio Keemun OP – einem feinen, mild-würzigen Schwarztee mit eleganter Rauchnote aus der Provinz Anhui.

Welche berühmten China-Schwarztees gibt es – und woher kommen sie?

Welche berühmten China-Schwarztees gibt es – und woher kommen sie?

Die drei großen Anbauprovinzen für chinesischen Schwarztee sind Anhui, Yunnan und Fujian – jede mit ihrem eigenen Stil:

Keemun (Qimen / 祁门) – aus Anhui

  • Herkunft: Provinz Anhui, Ostchina – im 19. Jahrhundert erstmals produziert
  • Geschmack: weich, mild-würzig mit feiner Rauchnote, an Orchideen, Früchte und Wein erinnernd
  • Charakter: das „Bordeaux unter den Tees", elegant und ausgewogen
  • Bekannte Varianten: Keemun Mao Feng, Keemun Hao Ya, Keemun Xin Ya, Keemun Royal
  • Verwendung: Wichtige Basis für English Breakfast und feine englische Mischungen
  • Bei teeliebe: Bio Keemun OP mit feinem OP-Blattgrad

Yunnan / Dian Hong (滇红) – aus Yunnan

  • Herkunft: Provinz Yunnan, Südwestchina – Höhenlagen rund um Pu'er auf bis zu 1.400 m
  • Geschmack: süßlich, honigartig, vollmundig mit malziger Tiefe
  • Charakter: viele goldene Blattspitzen (Tips), satter Bernsteinton in der Tasse
  • Bekannte Varianten: Golden Yunnan, Golden Monkey, Yunnan Mao Feng
  • Besonderheit: Yunnan ist auch die Heimat des fermentierten Pu Erh-Tees

Lapsang Souchong (正山小种) – aus Fujian

  • Herkunft: Wuyi-Gebirge in der Provinz Fujian (UNESCO-Weltkulturerbe), gilt als Geburtsort allen Schwarztees überhaupt
  • Geschmack: kräftig rauchig, an Tabak oder Lagerfeuer erinnernd
  • Charakter: über Pinien- oder Kiefernholz schonend geräuchert
  • Bekannte Varianten: Tarry Lapsang (kräftig rauchig), Zheng Shan Xiao Zhong (mild, kalt geräuchert), Yan Xiao Zhong (warm geräuchert)
  • Legende: Soll versehentlich entstanden sein, als Bauern feuchte Teeblätter über offenem Feuer trocknen mussten

Andere Schwarztees aus China: Yingdehong (Guangdong), Jin Jun Mei (Fujian, Premium), Goldener Drache (Guangxi)

Wie schmecken China Schwarztees im Vergleich zu indischen Tees?

China Schwarztees sind im Vergleich zu indischen Tees meist dezenter, vielschichtiger und subtiler – pur am besten zur Geltung kommend.

Kriterium China Schwarztee Indien (Assam) Indien (Darjeeling)
Geschmack mild-würzig, fruchtig, oft rauchig malzig, kräftig, vollmundig zart-blumig, muskatel
Tassenfarbe kupferrot, bernsteinfarben tiefdunkelbraun hellgolden
Koffein mild bis moderat hoch moderat
Charakter elegant, komplex wuchtig, energiegebend fein, eher Wein als Tee
Mit Milch? nicht nötig – pur am besten klassisch mit Milch niemals mit Milch

Was China-Tees besonders macht:

  • Geringere Koffeingehalte: Viele China-Schwarztees enthalten weniger Koffein als indische Tees
  • Sanftere Tannine: Weniger herb, dadurch magenfreundlicher
  • Vielfältige Aromen: Von rauchig (Lapsang) über orchidee-blumig (Keemun) bis honigsüß (Yunnan)
  • Kein Bittergeschmack: Selbst bei längerer Ziehzeit bleiben China-Schwarztees ausgewogen

Wer Schwarztee gern pur, ohne Milch und Zucker, in feiner Qualität trinkt – für den sind China-Schwarztees die ideale Wahl. Sie sind das Pendant zum Wein-Genuss in der Tee-Welt.

Welche gesundheitlichen Eigenschaften hat China Schwarztee?

China Schwarztee ist besonders reich an Antioxidantien, mild verträglich und in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) als „wärmend" eingestuft.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe:

  • Theaflavine und Thearubigine – Polyphenole, die bei der Oxidation entstehen und stark antioxidativ wirken
  • L-Theanin – Aminosäure, die zusammen mit Koffein für entspannte Konzentration sorgt
  • Catechine – sekundäre Pflanzenstoffe mit zellschützender Wirkung
  • Mineralstoffe – Mangan, Kalium, Magnesium
  • Fluorid – natürlicher Kariesschutz

Mögliche gesundheitliche Vorteile:

  • Unterstützung der Herz-Kreislauf-Gesundheit durch Flavonoide
  • Wache, klare Konzentration dank L-Theanin-Koffein-Kombination
  • Antibakterielle Wirkung der Theaflavine
  • Stabile Energie ohne den Crash, den Kaffee oft mit sich bringt
  • Magenfreundlicher als indische Schwarztees durch weichere Gerbstoffe

In der TCM gilt chinesischer Schwarztee als „yang"-Getränk – wärmend, energiespendend und besonders geeignet für kalte Jahreszeiten oder bei kühlen Konstitutionen. Wichtig: Wer China Schwarztee regelmäßig trinkt, sollte gerade hier auf Bio-Qualität setzen – konventioneller Tee aus China kann Pestizidrückstände enthalten, die beim Aufgießen in die Tasse gelangen. Unser Bio Keemun OP kommt aus kontrolliert biologischem Anbau – frei von künstlichen Zusätzen und Pestiziden.

Wie bereitet man China Schwarztee richtig zu?

China Schwarztees sind sensibler als indische Tees – mit etwas kühlerem Wasser und kürzerer Ziehzeit kommen ihre feinen Aromen am besten zur Geltung.

Klassische westliche Zubereitung:

  • Wassertemperatur: 90–95 °C (für feine Sorten wie Keemun oder Yunnan), 95–100 °C (für Lapsang Souchong)
  • Menge: 1 gehäufter Teelöffel (ca. 2–3 g) auf 250 ml Wasser
  • Ziehzeit: 2–4 Minuten – China-Tees brauchen weniger Zeit als Assam
  • Pur genießen – Milch und Zucker verschleiern die feinen Aromen

Traditionelle Gongfu-Cha-Methode (chinesische Teezeremonie):

  1. Kanne und Schalen mit heißem Wasser vorwärmen
  2. Mehr Blätter als westlich üblich verwenden (ca. 5–7 g auf 100 ml)
  3. Kurz aufgießen – nur 15–30 Sekunden, dann sofort abgießen
  4. Mehrfach aufgießen – jeder weitere Aufguss 10 Sekunden länger
  5. Hochwertige China-Schwarztees lassen sich so 5–10 Mal aufgießen, jeder bringt neue Aromen

Sortenspezifische Tipps:

  • Keemun: 90 °C, 2–3 Min., pur, in dünnwandigem Porzellan
  • Yunnan/Dian Hong: 95 °C, 3 Min., die honigsüßen Noten genießen
  • Lapsang Souchong: 100 °C, 3–4 Min., passt hervorragend zu pikanten Speisen, herzhaftem Käse, geräuchertem Fisch
  • Pu Erh: eigene Welt – siehe unsere Pu Erh-Anleitung

Profi-Tipps:

  • Wasser: Weiches, kalkarmes Wasser betont das feine Aroma – gefiltertes Wasser ideal
  • Lapsang Souchong als Kochzutat: Hervorragend in Marinaden für Fleisch und Fisch oder zum Aromatisieren von Suppen
  • Lagerung: China-Schwarztees luftdicht und dunkel lagern, um die feinen Aromen zu erhalten

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