Assam, im Nordosten Indiens gelegen, ist das größte zusammenhängende Teeanbaugebiet der Welt und bekannt für seinen kräftigen, malzigen Schwarztee. Das subtropische Klima und die fruchtbaren Böden des Brahmaputra-Tals schaffen ideale Bedingungen für den Teeanbau. Assam-Tee ist charakteristisch für seine dunkle Farbe und seinen vollmundigen, malzigen Geschmack.
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Assam wird im tropisch-feuchten Klima des Brahmaputra-Tals angebaut – einer der ältesten Teeanbau-Regionen der Welt. Die Plantagen liegen meist in tiefen Lagen zwischen 50 und 500 Metern Höhe, mit hohen Niederschlägen, fruchtbaren Schwemmböden und intensiver Sonneneinstrahlung. Genau diese Bedingungen verleihen Assam seinen kräftigen, vollmundigen Charakter.
Die Ernte beginnt im März/April mit dem First Flush und reicht bis zum Autumnal Flush im Oktober/November. Die berühmteste und qualitativ wertvollste Ernte ist der Second Flush im Mai/Juni – hier entstehen Tees mit dem charakteristischen malzigen Aroma und vielen goldenen Tips. Gepflückt wird nach dem klassischen Prinzip „two leaves and a bud“ – zwei Blätter plus die Endknospe – meist per Hand, in flacheren Lagen teilweise auch maschinell.
Nach der Ernte folgen die vier klassischen Verarbeitungsschritte des Schwarztees. Beim Welken verlieren die frisch gepflückten Blätter über 12 bis 18 Stunden auf Welkflächen etwa 30 % ihrer Feuchtigkeit. Beim Rollen in speziellen Maschinen werden die Zellwände aufgebrochen und der Zellsaft tritt aus – die Voraussetzung für die folgende Oxidation. Bei traditioneller, orthodoxer Herstellung bleiben die Blätter weitgehend intakt, was für hochwertige Blattgrade wie FTGFOP1 essentiell ist.
Bei der Oxidation werden die gerollten Blätter in kühlen, feuchten Räumen bei rund 25 °C und hoher Luftfeuchtigkeit für 2 bis 4 Stunden ausgelegt. Der Zellsaft reagiert mit Sauerstoff, das Blatt wird dunkler, und die wertvollen Theaflavine und Thearubigine entstehen. Anschließend wird der Oxidationsprozess durch Trocknung bei 85–90 °C gestoppt und der Restwassergehalt auf etwa 3 % reduziert.
Zum Schluss werden die fertigen Tees sortiert und nach Blattgrad klassifiziert. Die Buchstabenkürzel verraten die Qualität: OP (Orange Pekoe) für ganze, ungebrochene Blätter, FOP (Flowery Orange Pekoe) mit jungen Spitzen, TGFOP (Tippy Golden Flowery Orange Pekoe) mit vielen goldenen Tips und FTGFOP1 als Spitzen-Qualität mit besonders vielen goldenen Spitzen. Vor der Verpackung wird jede Charge im Labor auf Pestizidrückstände, Schwermetalle und mikrobiologische Belastung geprüft – bei Bio-Tees mit deutlich strengeren Grenzwerten.
Assam ist ein kräftiger, malziger Schwarztee aus dem nordostindischen Bundesstaat Assam – dem größten zusammenhängenden Teeanbaugebiet der Welt. Beheimatet ist er entlang des mächtigen Brahmaputra-Flusses, der das fruchtbare Tiefland zwischen Bhutan, Bangladesch und Myanmar prägt. Auf über 650 Teegärten wächst hier rund 50 % der gesamten indischen Teeproduktion. Die Besonderheit: Assam wird aus einer eigenen Varietät der Teepflanze gewonnen – Camellia sinensis var. assamica. Diese großblättrige, robuste Variante wurde 1823 von einem schottischen Reisenden in Assam wild wachsend entdeckt – bis dahin hatte man geglaubt, Tee wachse nur in China. Bei teeliebe findest du Assam in zwei hochwertigen Bio-Qualitäten: Bio Assam Chardwar FTGFOP1 und Bio Assam Banaspaty FTGFOP1 – beide direkt aus dem Brahmaputra-Tal.
Assam-Tee ist der kräftigste und vollmundigste der klassischen Schwarztees – mit dem typischen malzig-süßen Aroma, das oft an Honig oder geröstetes Getreide erinnert. Hochwertige Assams zeigen außerdem feine, goldene Blattspitzen (Tips), die sich während der Oxidation bilden und für den charakteristischen Glanz im trockenen Blatt sorgen. Die Tassenfarbe ist tief dunkelbraun bis kupferrot, der Körper kräftig und ausdrucksstark.
Fun Fact: Wenn ein starker Assam-Tee abkühlt, kann er leicht trüb werden – das nennen Kenner „Creaming Down". Das passiert durch die hohe Konzentration an Polyphenolen und ätherischen Ölen und gilt als Qualitätsmerkmal, nicht als Mangel.
Assam ist die klassische Basis für viele berühmte Teemischungen:
Assam gehört zu den koffeinreichsten Schwarztees überhaupt – ideal als belebender Wachmacher am Morgen. Eine Tasse (250 ml) enthält etwa 50–80 mg Koffein – mehr als die meisten anderen Schwarztees, weil die assamica-Varietät auf nahrhaften Alluvialböden in tropischem Klima besonders viel Koffein bildet. Im Vergleich zu Kaffee (80–95 mg) ist es nur etwas weniger – aber der entscheidende Unterschied liegt in der Wirkung: Das Koffein im Tee ist an Gerbstoffe gebunden und wirkt sanfter, klarer und länger ohne den schnellen Crash.
Gesundheitliche Vorteile:
Das macht Assam zum perfekten Kaffee-Alternative am Morgen.
Assam wird in mehreren Ernten („Flushes") gepflückt – und die Erntezeit bestimmt Charakter und Qualität wesentlich.
First Flush (März–April)
Second Flush (Mai–Juni)
Autumnal Flush (Oktober–November)
Blattgrade verstehen: Die Buchstabenkürzel auf der Verpackung kennzeichnen die Blattqualität:
Unsere Bio-Assams Chardwar FTGFOP1 und Banaspaty FTGFOP1 tragen genau diesen Spitzenblattgrad – ein Garant für vollmundige, hocharomatische Tassen.
Assam ist einer der unkompliziertesten Schwarztees: Er verträgt kochendes Wasser, hartes Leitungswasser und längere Ziehzeiten – ohne bitter zu werden.
Klassische Zubereitung:
Mit Milch (englische Art): Assam ist DER Tee für Milch und Zucker. Klassisch wird die Milch erst in die Tasse, dann der Tee gegeben (Old School: „Milk in first") – so wird die Milch nicht durch die Hitze geflockt.
Als Ostfriesentee:
Als Indischer Chai:
Profi-Tipp: Assam ist unempfindlich gegen hartes Wasser – wer in einer Kalkregion lebt, muss hier keine Sorgen haben. Außerdem ist Assam ein idealer Eistee – kalt aufgegossen mit Zitrone und Eiswürfeln entfaltet er ein erfrischend-malziges Profil.