Der Name „Anis“ bezeichnet zwei völlig verschiedene Pflanzen – echter Anis (Pimpinella anisum, Doldenblütler) und Sternanis (Illicium verum, Schisandraceae). Beide gehören zu verschiedenen Pflanzenfamilien und stammen aus verschiedenen Weltregionen. Und doch schmecken sie fast identisch.
Zwei „Anis“-Pflanzen aus zwei Familien
Echter Anis (Pimpinella anisum):
Sternanis (Illicium verum):
Karl der Große und der Klostergarten
Karl der Große ließ Anis (den echten) im „Capitulare de villis“ (~795) in allen Klostergärten anbauen.
Sternanis kam viel später nach Europa: Über die Seidenstraße aus China ins osmanische Reich (16. Jh.), dann nach Europa. In Deutschland vor allem als Weihnachtsgewürz (Lebkuchen, Glühwein) etabliert.
Etymologie
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Anis – ob echter Anis oder Sternanis – hat einen intensiven, süßlich-würzigen Charakter mit einer leichten Lakritz-Note. Das Aroma-Molekül ist bei beiden das gleiche: Anethol.
Anis harmoniert besonders gut mit: