Die Wilde Malve (Malva sylvestris) ist eine der ältesten europäischen Kulturpflanzen – seit der Antike als Nahrungspflanze und Zierblüte geschätzt. Bei teeliebe erscheint sie als dekorative Blüte.
Botanik
Malvenblüten gehören zur Familie Malvaceae (Malvengewächse) – einer großen Nutzpflanzenfamilie mit etwa 4.225 Arten. Malve ist verwandt mit Hibiskus, Kakao und Baumwolle.
Die Farbe „Mauve“ – nach der Malve benannt!
Die Farbe „Mauve“ ist nach der Malve benannt! „Mauve“ ist der französische Name der Malvenblüte. 1856 entdeckte der 18-jährige englische Chemiker William Henry Perkin durch Zufall den ersten synthetischen Anilinfarbstoff und nannte ihn „Mauveine“ – nach der Malvenblütenfarbe. Das war der Beginn der modernen synthetischen Farbstoffindustrie! Mauve wurde zum Modeschlager des Viktorianischen Zeitalters – auch Königin Victoria trug Mauve.
Marshmallow – die Süßware aus dem Eibisch
Die Süßware „Marshmallow“ ist ursprünglich aus Eibisch-Wurzel-Saft hergestellt! Der Eibisch (Althaea officinalis, englisch „Marshmallow“ = Sumpf-Malve) ist ein enger Malve-Verwandter. Das Rezept stammt aus dem alten Ägypten (~2.000 v.Chr.)! Heute meist Gelatine, Zucker und Maisstärke – der Name blieb aber. Die Süßware trägt den Malvaceae-Namen.
Historie
Antike: Malve als Nahrung und Heilpflanze bei Griechen und Römern (Plinius, Dioskurides).
Karl der Große (~795): Malven im Capitulare de villis – Klostergarten-Pflicht, parallel zu Melisse, Mandel, Süßholz und Möhren. Klostergarten-Klassiker!
Mittelalter: Käsepappel als Volks-Wildpflanze in jedem Bauerngarten.
1856: Perkin’s Mauveine begründet die synthetische Farbstoffindustrie. Malve wird Namensgeberin für einen chemischen Meilenstein!
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Malvenblüten haben einen milden, leicht süßlichen und blumigen Charakter mit einer zarten Kräuternote. Als Aroma-Zutat sehr dezent – ihr eigentlicher Beitrag ist optisch: die leuchtend violetten Blüten sind ein visuelles Highlight in jedem Blend.
Malvenblüten harmonieren besonders gut mit: