Ringelblumenblüten (Calendula officinalis) sind bei teeliebe der klassische Blüten-Farbträger im Sortiment. Klassisch für die leuchtend orange-gelbe Optik in vielen Blends – weniger für den Geschmack (klassisch mild-krautig, leicht bitter), mehr für den optischen Blickfang und die klassische Klostergarten-Assoziation. Sie erscheinen in Produkten quer durch das Sortiment: Bio-Grüntee (Sencha Mandarin), Bio-Früchtetees (Ananas Zitrone, Birne Ingwer, My Thai, Orangentraum, Mango ’n Friends) und Kräutertees (Entspannt und Fit, Magenschmeichler, Sonnenkräuter).
Familie Asteraceae
Die Ringelblume gehört zur Familie Asteraceae (Korbblütler, auch: Compositae) – eine der größten Pflanzenfamilien der Welt mit über 25.000 Arten in etwa 1.700 Gattungen. Damit ist die Ringelblume verwandt mit vielen bekannten Kräutern und Nutzpflanzen des teeliebe-Sortiments:
Weitere klassische Asteraceae in Küche und Botanik: Kopfsalat, Endivie, Artischocke, Estragon, Beifuß, Wermut, Sonnenhut (Echinacea), Chrysantheme, Gerbera, Dahlie.
Die klassischen „Kompositen“ heißen so, weil ihre „Blüten“ tatsächlich aus vielen kleinen Einzelblüten zusammengesetzt sind. Was auf dem Produktbild wie „ein Blütenblatt“ aussieht, ist botanisch eine ganze Blüte. Die orange-gelben äußeren Blätter sind Zungenblüten – jede einzelne ist eine vollständige, funktionale Blüte. Das dunklere Zentrum besteht aus Röhrenblüten – ebenfalls jede eine eigene Blüte. Für den Tee werden klassisch die abgetrennten Zungenblüten verwendet.
Etymologie: Kalender und Marias Gold
Calendula kommt von lateinisch „calendae“ – „erster Tag des Monats“. Der Volksglaube besagt, dass die Ringelblume klassisch an jedem Monatsanfang blühen soll. Deutsch „Ringelblume“ stammt klassisch von den eingerollten Fruchtsamen, die ringelig gebogen sind. Englisch „Marigold“ heißt wörtlich „Marias Gold“ – wegen der christlichen Marien-Symbolik im Mittelalter, als die Blüte klassisch der Muttergottes gewidmet wurde. Französisch „Souci officinal“ – „souci“ heißt Sorge, ein Hinweis auf die viktorianische Blumensprache. Persisch „Hamishe Bahar“ (همیشه بهار) – wörtlich „Immer Frühling“. Chinesisch „Jin Zhan Cao“ (金盞草) – „Goldene-Kelch-Kraut“.
Historie: von Hildegard bis Shakespeare
Die Ringelblume ist ein klassisches Kloster-Kraut. Dokumentiert bereits bei Plinius dem Älteren (1. Jh. n. Chr.). Im Mittelalter klassisch in Klostergärten kultiviert, dokumentiert bei Hildegard von Bingen (12. Jh.). Die klassische Marien-Symbolik hat sich im englischen Namen „Marigold“ (Marias Gold) bis heute erhalten. Katharina von Medici brachte die Ringelblume im 16. Jh. aus Italien nach Frankreich. Shakespeare erwähnt sie mehrfach – im „Winter’s Tale“ heißt es klassisch: „the marigold, that goes to bed wi‘ th‘ sun / And with him rises weeping“ – weil sich die Blüte klassisch mit Sonnenauf- und -untergang öffnet und schließt.
Der Safran des armen Mannes
Ringelblumen waren klassisch der „Safran des armen Mannes“ oder „falscher Safran“ – klassisch für die orange-gelbe Färbung von Butter, Käse, Reis, Suppen und Kuchen. Ein besonderes Kulturhistorie-Detail: Die klassische orange-gelbe Farbe des Cheddar-Käses kam ursprünglich von Ringelblumen-Extrakt (heute meist mit Annatto ersetzt). Auch klassisch für die Färbung von Wolle und Stoffen verwendet – mit Alaun-Beize für ein leuchtendes Gelb bis Orange.
Mehr zur Kulturgeschichte des Tees auf der Bestandteil-Seite Schwarzer Tee.
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Ringelblumenblüten haben einen milden, leicht süßlich-krautigen Geschmack mit einer sanft-blumigen Note. Klassisch sind sie weniger für den Geschmack als für die leuchtend orange-gelbe Farbe in Tee-Blends verantwortlich. Im Aufguss lösen sich klassisch die wasserlöslichen Carotinoide und geben dem Tee eine warme goldgelbe Färbung.
Sie harmonieren klassisch besonders gut mit: