Garantiert geprüfte Qualität Teeliebe seit 2012
Tee mit Fliederbeeren – Dolde tiefschwarzer, glänzender Holunderbeeren mit den charakteristischen roten Stielchen (Sambucus nigra, Schwarzer Holunder, Familie Adoxaceae – Moschuskrautgewächse, verwandt mit Roter Holunder, giftiger Zwergholunder/Attich, Schneeball und Moschuskraut). „Fliederbeere" ist der norddeutsche Volksname – NICHT verwandt mit dem Zier-Flieder (Syringa vulgaris, Familie Oleaceae – Ölbaumgewächse)!

Tee mit Fliederbeeren

Tee mit Fliederbeeren

„Fliederbeere“ ist der norddeutsche Volksname für die Holunderbeere (Sambucus nigra). Bei teeliebe erscheinen die tiefschwarzen Beeren als herbfruchtige Zutat in Sommer- und Beeren-Blends. Und der Holunder ist eine besondere Zutat: Die Steiermark ist eines der wichtigsten Holunder-Anbaugebiete Europas – Holunder ist teeliebe-Heimat!

Fliederbeere ist NICHT Flieder!

Fliederbeere und Zier-Flieder sind zwei völlig verschiedene Pflanzen aus zwei völlig verschiedenen Familien!

  • Fliederbeere / Holunderbeere = Sambucus nigra (Familie Adoxaceae)
  • Zier-Flieder = Syringa vulgaris (Familie Oleaceae – Ölbaumgewächse!)

Warum die Namensverwirrung? Der einheimische Holunder war schon lange als „Flieder“ bekannt (v.a. in Norddeutschland). Als der Zier-Flieder im 16. Jahrhundert aus Anatolien nach Europa kam, übernahm der Volksmund den Namen „Flieder“ auch für den neuen exotischen Zier-Strauch. Die Namensverwirrung besteht bis heute.

Regionale Namen für Sambucus nigra

  • Süddeutschland / Österreich / Bayern: Holler, Hollerbusch, Hollerstrauch
  • Norddeutschland: Fliederbeere, Flieder
  • Standardsprache: Holunder

Frau Holle und die Mythologie

Der Holunder war einer der wichtigsten heiligen Bäume der Germanen. In der germanischen Mythologie war er die Wohnstätte der Frau Holle (Hulda/Holda/Perchta) – der Göttin des Winters, der Fruchtbarkeit und des Todes.

„Vor jedem Holunder muss man den Hut ziehen“ – diesen volkstümlichen Brauch gab es bis ins 20. Jahrhundert. Ein Holunder im Garten galt als Glücksbringer und Hausschutz. Das Fällen eines Holunders war im Volksglauben ein schwerer Frevel, der Unglück brachte. Grimms Märchen „Frau Holle“ hat diese uralte Verbindung erhalten.

Botanik

Der Schwarze Holunder gehört zur Familie Adoxaceae (Moschuskrautgewächse) – einer kleinen Familie mit nur etwa 200 Arten weltweit. Bis vor kurzem wurde Sambucus zu den Caprifoliaceae (Geißblattgewächse) gezählt – erst neuere molekulargenetische Studien haben Adoxaceae als eigenständige Familie etabliert. Verwandte: Roter Holunder (Sambucus racemosa), giftiger Zwergholunder (Sambucus ebulus), Schneeball (Viburnum) und Moschuskraut (Adoxa).

Sambuca und Sambucus – die Etymologie

„Sambucus“ kommt vom griechischen „sambuke“ (σαμβύκη) – einem antiken Streichinstrument aus hohlen Holunder-Zweigen. Der Holunder hat einen markigen, weichen Kern – die getrockneten Zweige lassen sich leicht aushöhlen und wurden traditionell für Blas- und Streichinstrumente verwendet. „Holunder“ vom althochdeutschen „holuntar“ = „hohler Baum“.

Der italienische Likör „Sambuca“ hat seinen Namen ebenfalls von Sambucus – wurde ursprünglich mit Holunderblüten aromatisiert (heute meist mit Anis/Sternanis).

Hollersirup, Fliederbeersuppe, Hugo

Der Holunder ist eine der kulinarisch vielseitigsten Wildpflanzen Europas:

  • Hollersirup / Holunderblütensirup – das mitteleuropäische Sommergetränk
  • Fliederbeersuppe – die norddeutsche Tradition
  • Hollerkiachln – die österreichische Süßspeise aus in Bierteig frittierten Holunderblüten-Dolden
  • Hugo – der aus der Südtiroler Bar-Szene stammende Cocktail mit Prosecco und Holunderblütensirup (2005 erfunden!)
  • St-Germain – der französische Holunderblüten-Likör
  • Osterbräuche: Holunderzweige als Segenszeichen

Tee Discovery

Fliederbeeren Tee-Sortiment

Holunderwunder Früchtetee

Holunderwunder Früchtetee – der österreichische Sommer-Klassiker in der Tasse. Holunderblüten treffen auf Weinbergpfirsich, Apfelstücke, Hibiskus, Fliederbeeren (das ist der alte Name für Holunderbeeren!) und Hagebutten. Ideal als Sommer-Eistee oder als Basis für den alkoholfreien Hugo. Koffeinfrei

6,00 

Mango Maracuja Früchtetee

Mango Maracuja Früchtetee – der tropische Klassiker mit drei tropischen Früchten: Mango, Maracuja (Passionsfrucht) und Papaya. Ergänzt durch klassische Fruchtbasis mit Hibiskus, Hagebutte und Apfel. Ein gefriergetrocknetes Maracujagranulat liefert die intensive Passionsfrucht-Note. Ideal als Sommer-Eistee, koffeinfrei.

6,50 

Palais Royal Früchtetee

Palais Royal Früchtetee: intensiv-fruchtiger Beeren-Aperitivo mit Cassis, Hibiskus, Papaya und griechischen Korinthen – ideal als alkoholfreier oder Sekt-Cocktail.

6,00 

Geschmack

So schmecken Fliederbeeren in Tee-Blends

Fliederbeeren (Holunderbeeren) haben einen tief-fruchtigen, leicht säuerlichen und leicht herben Charakter – erinnern an dunkle Waldbeeren mit einer tanninigen Note. Die intensive tiefviolette Farbe gibt dem Aufguss eine schöne dunkle Färbung.

Fliederbeeren harmonieren besonders gut mit:

  • Hibiskus – für säuerliche Beeren-Blends
  • Hagebutte – für herbstliche Wärme
  • Apfel – für milde Fruchtigkeit
  • Weinbergpfirsich – wie im Holunderwunder
  • Andere Beeren (Aronia, Cassis, Heidelbeere, Cranberry, Brombeere) – wie im Palais Royal und Beerenschmaus
  • Zimt und Nelken – für weihnachtliche Wärme
  • Ingwer – für spicy Kontraste
  • Mango und Maracuja – überraschende tropisch-europäische Kombination wie im Mango Maracuja

Finde deinen Tee...

Beliebete Teesorten: